
web 2.0 by Daniel F. Pigatto
heise online wies am 21.11. auf die ergebnisse der studie “studieren im web 2.0” hin. durchgeführt wurde diese befragung von der hochschul-informations-system GmbH (HIS) und dem multimedia kontor hamburg (MMKH) im september und oktober 2008. die studie geht der frage nach,
welchen Einfluss die aktuelle Generation des Internet mit ihren Anwendungen – besser bekannt als „Web 2.0“ – auf die Entwicklung netzgestützter Lehr‐ und Lernformen an den Hochschulen hat. (s. 2)
ein spannendes ergebnis war für mich die hohe bedeutung und nutzung des internets:
73 % aller Studierenden verbringen täglich 1 bis 3 Stunden im Internet, 23 %
sogar 4 bis 6 Stunden. Dagegen ist der Anteil der Studierenden, die sich weniger als eine Stunde pro Tag im World Wide Web bewegen, mit 0,3 % verschwindend gering. Sogar der Anteil derer, die 10 bis 12 Stunden pro Tag im Internet unterwegs sind, liegt mit 1,3 % höher.
bei den studierenden liegen im bezug auf die häufigkeit der nutzung von internetangeboten wikipedia, social communities und chat/messaging vorn.
Mit 60 % nutzen die Studierenden die Online‐Enzyklopädie Wikipedia besonders häufig (dabei Männer etwas häufiger als Frauen). Auch Social Communities wie StudiVZ, FaceBook, MySpace oder Xing werden oft frequentiert (51 %), wobei hier Frauen (60 %) deutlich aktiver sind als Männer (43 %). Ein gutes Drittel der Studierenden (36 %) chattet häufig oder tauscht Nachrichten über Instant Messaging aus, gefolgt von Video‐Communities (16 %), anderen Wikis (15 %) und Online‐Spielen (9 %).
überrascht haben mich die antworten auf die frage nach der nutzungshäufigkeit von weblogs. diese werden von 24,6 % der studierenden sehr selten und von 46,4 % überhaupt nicht genutzt. 7,2 % der studierenden kennen weblogs nicht (vgl. s. 24). ähnlich sieht es bei der nutzung von rss-feeds aus. hier nutzen 36,8 % der studierenden rss-feeds überhaupt nicht und 36,5 % kennen das angebot nicht. ein weiteres ergebnis, dass mich überrascht hat, war die geringe nutzung von social bookmarking-angeboten. 45,2 % der studierenden nutzen das angebot nicht und 37,8 % kennen die möglichkeiten von social bookmarking seiten nicht (vgl. s. 25).
das rss, weblogs und social-bookmarking so wenig bekannt und genutzt werden lässt vermuten, dass die vorteile dieser web 2.0 angebote bisher zu wenig bekannt sind.

GHCA's Computer ... by extra ketchup (flickr)
bibliotheken, als wichtige akteurinnen im feld der informations- und medienkompetenz sind hier besonders gefragt, um bei den studierenden diese wichtigen internetangebote bekannter zu machen. hierzu ist es notwendig schnellstmöglich ein spannendes und vor allem in die hochschullehre integriertes (also auch studienpunkt(e) relevantes) kursangebote zum web 2.0 an den universitätsbibliotheken anzubieten.
ein weiteres fazit, dass sich für mich aus der studie ergibt, ist der allmähliche umzug meiner bisherigen kurse, die ich bisher moodlegestützt angeboten habe in die social communities (facebook), um mit den kursangeboten der genderbibliothek zur recherche, dem web 2.0 und der literaturverwaltung an dem ort zu sein, an dem sich ca. die hälfte der studierenden bereits befindet. ich werde über die ergebnisse des umzugs berichten
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