österreich bläst zur jagd auf den tierschutz – prozess gegen tierrechtler_innen

am heutigen tag beginnt in österreich ein prozess gegen 13 tierschützer_innen und tierrechtler_innen. die sendung hörbilder des orf berichtet in einem ausführlichen feature über die aktuelle situation und hintergründe zu dem undemokratischen verfahren, in dem die arbeit von nichtregierungsorganisationen durch den staat österreich kriminalisiert wird.

eine betroffene der staatlichen repressionen berichtet auf einer großdemo gegen den paragraphen über ihre aktuelle situation:

bei dem prozess wird der “mafiaparagraph” § 287a StGB “Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation” in stellung gebracht, um menschen die sich jahrelang für tierrechte eingesetzt haben mundtot und arbeitsunfähig zu machen.

Man wirft den Angeklagten vor, sie hätten durch ihre legale Kampagnenarbeit ihnen unbekannte Personen ideell und indirekt zu Straftaten motiviert. Es geht also um eine ideologische Sippenhaftung, um ein Gesinnungsdelikt. Man will den „Sympathisantensumpf“ angeblich radikaler Gesinnungen austrocknen, indem man legale AktivistInnen in ideologische Sippenhaftung nimmt. (Quelle)

der prozess wird durch aktivist_innen der tierrechtsbewegung dokumentiert. neben der ausführlichen darstellung des prozesses in einem weblog finden sich regelmäßig beiträge in einer facebookgruppe und bei twitter.

xenius fragt sich, ob vegetarier_innen besser menschen sind

das arte magazin xenius geht der frage nach, ob vegetarier_innen bessere menschen sind?  die frage ist etwas krass und polarisierend, aber den beitrag kann ich sehr empfehlen. vor allem weil den argumenten des ernährungswissenschaftlers bulletendoktors rolf großklaus, dass vegane ernährung von kindern eine zumutung für die kinder ist, etwas entgegen gesetzt wird. besonderer dank an markus keller für die dringend notwendige erwiederung und relativierung des vorredners. die studien, die dr. rolf großklaus dort heranzieht, die würde ich sehr gern sehen :-) .

teil 1:

teil 2

teil 3

gefunden habe ich die videos im großartigen weblog der albert schweitzer stiftung.

tierrecht goes web2.0 : pig-vision – dokumentation aus dem leben eines schweines

Logo der Dokumentation

Logo der Dokumentation

ich habe selten eine so gelungene onlinekampagne gesehen, der es gelingt das mir wichtige thema tierrechte im internet spannend und vielfältig darzustellen. ziel des projektes ist es

den Konsument/innen mit dieser Kampagne die Möglichkeit zu geben, sich selbst ein Bild zu machen. Davon, dass hinter jedem Schnitzel im Supermarkt ein trauriges Schicksal steht.

der frage “wie lebt es sich als schwein” gehen menschen von united creatures nach, wenn sie in ihrem onlineprojekt pig-vision das leben von zwei schweinen dokumentieren.

Ferkel auf Spaltenboden

Ferkel auf Spaltenboden

Wie lebt es sich als Schwein in unserer modernen Gesellschaft, in der ein Schwein in erster Linie nur als Nutztier betrachtet wird?

Um dieser Frage nachzugehen, werden wir ein Schwein begleiten. Nennen wir es X 15. Von seiner Geburt, über die unterschiedlichen Stationen seines kurzen Lebens innerhalb eines österreichischen Mastbetriebs, bis hin zu dem Moment, der nötig ist, um Fleisch und Wurst herzustellen: Nach sieben Monaten in einer Halle wird X 15 ins Schlachthaus gebracht werden.

Sein Bruder, X 11, wird das Glück haben, ab dem Moment, wo er nicht länger bei seiner Mutter bleiben kann, ein fröhliches Leben im Kreise seiner Artgenossen auf einem Gnadenhof zu verbringen.

am 26 juni wurden x11 und x15 geboren und damit startet eine umfangreiche mehrmonatige dokumentation zur haltung von schweinen. diese doku wird einigen konsument_innen sicherlich die augen öffnen wird. statt der üblichen schlachtszenen können sich menschen über den verlauf eines schweinelebens (von geburt bis zum schlachten/gnadenhof) informieren und bekommen dadurch die chance ihre eigene speziesistische haltung grundlegend zu überdenken.

besonders gut gefällt mir die konsequente und gut gemachte einbindung des projektes ins das web2.0. dies sollte sicherlich für eine größere aufmerksamkeit sorgen, denn neben einem eigenen blog tummeln sich fans in facebook und XING, finden sich bilder bei flickr, videos bei youtube und aktuelle informationen bei twitter.

ich wünsche pig-vision viel erfolg und verfolge gespannt die entwicklung von x11 und x15. was meint ihr zu pig-vision?

wäre der regenwald doch nur ein popstar – wie rinder den regenwald fressen

in der aktuellen studie von greenpeace “wie rinder den regenwald fressen” wird auf die systematische zerstörung des regenwaldes hingewiesen. dabei profitieren nicht nur die fleischkonzerne von der “rinderzucht”, sondern auch einige hersteller von kleidungs-, autozubehör-, kosmetik, lebensmittel- und sportartikeln.

Adidas, Reebok, Nike, Clarks, Geox oder Timberland – sie alle profitieren von günstigem Leder aus brasilianischen Regionen. Dort aber wird für die Rinderzucht der Urwald zerstört. Das ist das Ergebnis eines Reports, den Greenpeace zum Beginn der Bonner UN-Klimaverhandlungen am 1. Juni veröffentlichte. Rund 80 Prozent der abgeholzten Urwaldfläche im Amazonasgebiet werden als Weideland für die Rinderzucht verwendet. (Presseerkläung Greenpeace)

die taz berichtete anfang juni über die studie:

Die dreijährige Recherche der Umweltaktivisten hat sich gelohnt: So detailliert sind die Wege der Rinder von den Amazonasfarmen bis zu den Verbrauchern auf den Weltmärkten wohl noch nie dargestellt worden. Laut Greenpeace kaufen europäische Supermarktketten Rindfleisch aus Amazonien, das von “illegalen” Farmen stammt, darunter Aldi und Lidl. Bei der Fabrikation von Ledersitzen für Autos durch die US-Firma Ottawa Eagle, einem Zulieferer von BMW, komme Leder von Amazonasrindern zum Einsatz, ebenso bei der Sportschuhproduktion für große Markenfirmen wie Adidas, Reebok oder Nike in Asien. Seifen, Zahnpasta und Gesichtscremes enthalten Rinderfett, Gelatine wird bei der Herstellung von Jogurts und Süßigkeiten verwendet. “Kriminelle oder schmutzige Rinderbestände werden über die Lieferketten an einen ahnungslosen Weltmarkt gewaschen”, heißt es in dem Report. (taz)

ach – wäre doch der regenwald doch ein popstar und die welt würde überschüttet mit twitternachrichten, blogeinträgen, radio- und fernsehsondersendungen zum aktuellen sterben der wichtigen biotope. ach ja.

ostern ohne eier – legebatterien am pranger

peta startet pünktlich zum osterfest eine kampagne, um über die haltung von hühnern  aufmerksam zu machen und so auf das massenhafte leid von tieren hinzuweisen. ich feiere seit jahren ein frohes ostern ganz ohne eier und lammbraten und ihr?

passend zum thema sind wohl auch die aktuellen forschungsergebnisse zu rechnenden hühnern.

vegi zeitschriften & meatoutsong teil 5 mit aj-gang

einen kleinen beitrag zur aktuellen jagdwaffendebatte leistet die aj-gang mit ihrem lied “bambikiller”. da dieses lied nur ab 18 jahren freigegeben ist, stelle ich ein weiteres lied der aj-gang für den meatout song ein. außerdem findet sich in diesem eintrag eine aufstellung zu einigen zeitschriften zum thema tierrecht und veganismus/vegetarismus.

einige zeitschriften zum thema tierrecht und vegetarismus:

ergänzungen sind gern willkommen.

vegane rss – meatout song teil 4 mit albino

den vierten teil der meatout song sammlung untermale ich mit albino:

nachdem ich bereits über die möglichkeit der literatursuche und veganem gezwitscher hingewiesen habe, möchte ich auf eine sammlung von rss-feeds zum thema vegetarismus in deutscher sprache hinweisen: http://www.netvibes.com/danilola#veganismus.

fehlt ein wichtiger blog oder ein toller rss-feed? ergänzungen sind im kommentarteil gern gesehen.

twitter vegan & meatout song teil 3 mit hans söllner

für  den dritten teil der meatout song reihe, habe ich mich entschlossen den song “i schrei …” von hans söllner zu spielen. außerdem findet sich in diesem teil eine liste mit veganem gezwittscher via twitter.

ich habe in meinem del.icio.us-account begonnen unter verwendung des tags vegtwitter eine sammlung von twitter-user_innen zu erstellen, die zum thema tierrechte, veganismus, vegetarismus zwitschern. da diese liste nicht vollständig ist, nehme ich hinweise im kommentarteil gern entgegen oder lade ein gemeinsam an dieser liste in del.icio.us weiter zuarbeiten.

tierrechtsbibliotheken & meatout song teil 2 – moby

als zweiten musikalischen beitrag zur einstimmung auf das meatout präsentiere ich disco lies von moby, der selbst vegan lebt:

go vegan

go vegan

neben den “meatout songs”, werde ich zusätzlich auf links und seiten verweisen, die ich zur auseinandersetzung mit tierrechten für wichtig erachte.

ich habe mich auf die suche begeben, um zu sehen, ob es bereits eine bibliothek gibt, die hauptsächlich medien  zu tierrechten und veganismus sammelt. bisher habe ich lediglich einen hinweis auf eine bibliothek der veganen gesellschaft österreichs (vgö) und auf die tierrechtsbibliothek der tierrechtsinitiative rhein main gefunden. auch der vegetarierbund deutschland muss über eine bibliothek verfügen leider finde ich außer einer nachricht zum verkauf aus dem bestand und einer literaturliste mit links auf volltexte keine weiteren informationen.

des weiteren bietet sich zur literatursuche der dritte teil des veganisimo an. dieses online verfügbare literaturverzeichnis weist  520 titel mit kommentaren nach.

am 21.03.2009 treffen sich kühe und schweine zum meat out in berlin

auschnitt vom plakat zum meat out

auschnitt vom plakat zum meat out

zum frühlingsanfang legen am 21.03.2009 um 12.00 uhr kühe und schweine den kuhdamm lahm.

Im Rahmen der weltweiten MEATOUT Kampagne wird es am Samstag den 21. März ab 12 Uhr eine Gemeinschaftsaktion mit den Tierversuchgegnern Berlin und Brandenburg e.V. der Ortsgruppe des Vegetarierbundes Deutschland e.V. dem Netzwerk Nandu für Tierbefreiung, Ökologie und globale Gerechtigkeit, der Tierschutzpartei-Berlin und der Löffelrevolution geben. (Quelle: vegan berlin)

hintergrundinformationen und weiterführendes material zum meatout bietet die website: http://www.meatout.de/.

bis zum 21.03. werde ich euch jeden tag ein “meatout song” präsentieren, dass euch auf den aktionstag einstimmt. musikwünsche nehme ich gern im kommenarteil entgegen.

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