nur nur noch bis zum 26.11. – Umfrage zur Bedeutung des Geschlechts im Bibliothekswesen

Im Rahmen unserer Abschlussarbeiten an der FH Potsdam (Dipl.) und der Humboldt-Universität zu Berlin (Mag.) möchten wir herausfinden, welche Rolle Geschlecht in Ihren Bibliotheken spielt. Unsere Umfrage richtet sich an Bibliothekar_innen.

Dazu möchte wir Sie herzlich bitten, an einer kurzen Umfrage (ca. 10 Minuten) unter folgendem Link teilzunehmen: http://tinyurl.com/genderinbib

Unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir 3 Buchgutscheine des Berliner Büchertisches (http://www.buechertisch.org/) im Wert von 1 mal 100€ und 2 mal 50€. Die Verlosung der Buchgutscheine aus dem Warenbestand (Laden und Onlinehandel) des Berliner Büchertisches erfolgt am 16.11.2010 26.11.2010. Die GewinnerInnen werden per E-Mail informiert.

Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie uns unter: genderinbibATonline.de, http://twitter.com/genderinbib

Die Ergebnisse der Umfrage werden wir ab Frühjahr 2011 über Twitter sowie über verschiedene Mailinglisten veröffentlichen.

Für Ihre Teilnahme bedanken wir uns bereits im Voraus recht herzlich!

Mit freundlichen Grüßen,

Anastasia Schadt & Danilo Vetter

alles schön kopiert? – reader versus informationskompetenz

ein buch

ein buch

ein thema, das mir bereits eine weile unter den nägeln brennt sind reader oder handapparate im studium. mich interessiert dabei an dieser stelle nicht die frage nach den urheber_innenrechten oder den druckkosten der digitalisate, sondern die auswirkung der readerkultur für die student_innen.

sicherlich ist es für die studierenden besonders schön und bequem, wenn lehrende die grundlagentexte für die seminare bereits an einem ort (reader oder digitaler handapperat) zur verfügung stellen. doch frage ich mich dabei: wann sollen studierende lernen literatur zu suchen, wenn bereits alle texte kopiert vorhanden sind?

das diese bereitstellung von texten nicht ohne wirkung bleibt, belegt u.a. der artikel “Ärger mit Druck- und Kopierkosten : Geschichtsstudenten erhalten Geld zurück” von judith holland in der heutigen ausgabe der nürnberger zeitung.

Außerdem beklagt Kiefhaber die hohen Kosten für Tinte und Papier. Dazu kommen die Schwierigkeiten, die Texte im Internet zu finden. Wenn er sich den Stoff hingegen selbst aus den Büchern der Bibliotheken kopiert, ist dies für ihn mit einem enormen Mehraufwand verbunden.

Patrick Steib, der Soziologie und Kunstgeschichte studiert, findet die Situation ebenfalls beklagenswert: «Unter der Mehrarbeit für Studenten leidet der Lernerfolg, weil man sich wegen des höheren Aufwands weniger Texte besorgen und damit auch lesen kann.»

Recherche am Computer

Recherche am Computer

scheinbar verbinden die  im artikel zitierten studierenden, das tägliche wissenschaftliche geschäft der informationsrecherche, lediglich mit einem enormen mehraufwand und negativen auswirkungen auf ihre  lernerfolge.

an dieser stelle sind lehrende und mitarbeiter_innen von bibliotheken besonders gefragt, um zum beispiel seminar- und themenbezogene recherchekurse anzubieten und so die lust und freude am finden von informationen zu vermitteln und aufzuzeigen, dass recherche durchaus mit lernerfolgen zusammen zu denken ist. ohne die vermittlung von informationskompetenz sind die studierenden auch in ihren ma- oder ba-arbeiten nicht in der lage die notwendige literatur zu finden, zu bewerten und zu verarbeiten.

ein einfaches szenario wäre z.b. die aufgabe für die studierenden zu einem thema des seminars selbstständig informationen zu suchen und diese kurz vorzustellen und zu bewerten. diese seminarsitzung könnte durch eine_n fachbibliothekar_in unterstützt werden, die auf vorhandene linksammlungen hinweist und ganz nebenbei ein paar grundlagen des recherchierens vermittelt.

was meint ihr zum einsatz von readern im studium?

bibliothek war gestern – itunes u ist heute (aber nicht für linux)

folgen wir daniel boese in der aktuellen ausgabe des stadtmagazins zitty, dann ist der gang in die bibliotheken dank der kooperation einiger universitäten mit itunes nur noch schnee oder besser bücherstaub von gestern. so schreibt der autor:

Früher war klüger werden noch harte Arbeit: Vor nur zehn Jahren musste man an dem Berliner Universitäten Zettelkataloge durchstöbern und das Siegelverzeichnis Berliner Bibliotheken wälzen, um ein Buch zu finden. Heute reichen zwei Mausklicks und man steht vor dem Portal der iTunes U(niversität). (S. 30)

partner_innen???

partner_innen???

vor noch 25 jahren musste ich aufstehen, um die programme meines fernsehers per hand umzuschalten und dann nahm ich einen langen stock und jetzt reichen zwei mausklicks und ich lade mir das gesamte fernsehprogramm auf meine festplatte. nun ja – der vergleich zwischen der benutzung von bibliotheken vor 10 jahren und dem angebot von itunes u  scheint mir ein vergleich zwischen äpfeln und pinguinen zu sein. und da sind wir auch schon bei einem größeren problem. ich habe versucht mir die videos der universität freiburg anzusehen.

doch leider reichen bei mir als nutzer_in von ubuntu die versprochenen “zwei Mausklicks” nicht aus, um an das kostenlose und “frei” zugängliche podcastangebot heran zu kommen. auch über wine bekomme ich leider die aktuelle itunes software nicht zum laufen.

die von der universität freiburg angebotene alternative zum itunes-angebot, per rss die podcastfolgen zu abonnieren, führte mich in die unendliche leere des internets. soviel zum freien zugang zur bildung und der erfolgreichen zusammenarbeit von universitäten mit apple. und so spricht aus den letzten worten von daniel boese viel wahres:

Und Apple geht es natürlich darum, möglichst viele Computer an Universitäten zu verkaufen und Studenten an die eigenen Produkte zu gewöhnen. (S. 31)

und so könnte das  ganze aussehen, wenn es bei mir laufen würde:

quelle: daniel boese: ein kluger kopf zum download. weiterbildung 2.0: die universität bietet video-vorlesungen aus potsdam und stanford. in: zitty (2009)3; S. 30-31.

referat “digitalisierung von bibliotheken durch google”

endlich ist es soweit. morgen werde ich mein letztes referat zum thema “google buchsuche und die auswirkungen auf bibliotheken” im rahmen meines studiums halten.

sobald ich dieses referat verschriftlicht habe, werde ich mich schnell zur abschlussprüfung anmelden und die endphase meines studiums starten. dann (anfang – mitte februar) wird es auch hier im danilolablog immer mal wieder etwas zum thema “gender in bibliotheken” zu lesen geben. :-)

hier die pdf-folien zum referat und als slidesharepräsentation:

ökostrom für universitäten und universitätsbibliotheken in berlin?

logo

logo

in einem offenen brief fordern studierende des umweltreferats der tu berlin unter dem motto “studieren ohne kohle – sonnenschein im audimax” den berliner finanzsenator thilo sarrazin auf, bei den anstehenden ausschreibungen der stromlieferverträge für das land berlin ökologische kriterien deutlich in die ausschreibung einzuarbeiten. in dem brief heißt es:

Sehr geehrter Herr Dr. Sarrazin,

„Die Universitäten sollen (…) nachhaltiges Konsumverhalten und einen ökologischen Lebensstil fördern.“ Diese starke Aussage wurde von allen drei großen Berliner Universitäten in Form der COPERNICUS-Charta unterzeichnet, und auf dieses Selbstverständnis gründen wir als Angehörige der Berliner Hochschulen unsere Forderung nach einer vollständigen Versorgung der Hochschulen mit Ökostrom.

Im Januar 2009 wird die Ihnen unterstellte Senatsverwaltung für Finanzen die Stromversorgung des Landes Berlin und damit aller Hochschulen neu ausschreiben. Wir fordern Sie auf, der Anregung des Umweltbundesamtes und dem Beispiel Bremens zu folgen und die Ausschreibung um folgendes Kriterium zu erweitern:

Der Strom soll zu 100% aus regenerativen Energiequellen in neu gebauten Anlagen stammen.

Nur erneuerbare Energien erzeugen Strom, der ohne schwerwiegende Gefährdung unserer Gesundheit und Zukunft gewonnen wurde: Kohlekraftwerke verschlimmern mit gigantischen CO2-Emissionen den Klimawandel und gefährden ganz akut unsere Gesundheit durch Feinstäube und hochgiftige Schwermetalle wie Quecksilber oder Blei; Atomkraftwerke bringen das nicht tolerierbare Risiko einer Kernschmelze à la Tschernobyl mit sich und produzieren radioaktiven Müll, für den immer noch kein Endlager gefunden ist. [...]

windkraft

windkraft

ich denke es besteht durch diese aktion eine gute chance, die berliner hochschulen und dadurch auch die berliner universitätsbibliotheken mit atom- und kohlefreifreiem strom zu versorgen. also bis zum 12.01. hier klicken und den offenen brief unterschreiben. besonders schön wäre es, wenn öffentliche bibliotheken, museen und verwaltungen in berlin die idee aufgreifen würden und ebenfalls einen brief an den senat senden könnten. :-)

berlin-science ein testbericht zum neuen wissenschaftsportal berlins

in der gestrigen ausgabe der taz wurde im berlinteil der zeitung unter der rubrik … und sonst auf die eine “neue Suchmaschine” hingewiesen, die “Orientierung in der Berliner Welt der Wissenschaft ermöglicht”.

auf der homepage von berlin-science finden wir dann, worum es bei dem wissenschaftsportal und der marke “BERLIN Science” gehen soll.

Das Wissenschaftsportal BERLIN SCIENCES hat es sich zur Aufgabe gemacht, diese Vielfalt und Dichte der Berliner Wissenschaft zu präsentieren, zu bündeln und zu strukturieren. Wichtigste Prämisse ist die Verknüpfung von Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und Politik. Die Berliner Wissenschaft soll für Vertreter der Wissenschaft und der Wirtschaft sowie für alle Wissenschaftsinteressierten gleichermaßen erlebbar werden. Sie erfahren auf diesen Seiten Wissenswertes zu den Einrichtungen und Projekten, aber vor allem auch zu den Menschen, die die Berliner Wissenschaft auszeichnen. (Quelle)

in der navigation finden wir folgende unterteilungen:

screensot Berlin Science

screensot Berlin Science

mich interessiert vor allem der navigator, da ich dort hoffe,

[...] einen Überblick über die wissenschaftlichen Einrichtungen Berlins [zu erhalten].

Der BERLIN SCIENCES Navigator informiert Sie über die Struktur und die Kompetenzen der Berliner Wissenschaftslandschaft und bietet Ihnen verschiedene Recherchemöglichkeiten: (Quelle)

also frisch gewagt und als erstes nach “bibliothekswissenschaft” gesucht. hier das ergebnis: “Ihre Suchanfrage ergab leider keine Treffer!”

vergebliche suche

vergebliche suche

nun da ich noch ein anderes fach studiere, suchte ich im “Recherche- und Informationsservice durch die Berliner Wissenschaft” nach “gender studies”. auch dies führte zu keinem ergebnis. der eintrag “geschlechterforschung” im suchfeld brachte mich immerhin auf folgende drei ergebnisse: bibliothek der zfe (freie universität), zfe (fu) und zifg (technische universität). nur vom zentrum für transdisziplinäre geschlechterstudien keine spur. oh – ich versuche es nun einmal mit dem suchbegriff “geschlechterstudien”. und siehe da ich bekomme ein ergebnis. mensch muss bei diesem portal scheinbar ganz genau wissen, was gesucht wird.

wie bei den anderen suchergebnissen wird neben der anschrift und einem link auf die einrichtungen nichts, aber auch gar nichts weiteres über die forschungseinrichtungen veraten.

ergebnis und nun?

ergebnis und nun?

im grußwort des geschäftsführers rené gurka der berlin partner gmbh, die für dieses portal verantwortlich ist, lässt sich folgende aussage finden:

Wissenschaft in Berlin – das ist ein Pfund, mit dem wir für die Zukunft des Wirtschaftsstandorts Berlin wuchern wollen. Wir wollen aus dem geballten Wissen, das hier Tag für Tag erarbeitet und erforscht wird, Arbeitsplätze schaffen und die Wertschöpfung steigern. Wir wollen aber auch die Leistungen der Berliner Wissenschaft einem breiten Publikum bekannt machen und die Marke “BERLIN SCIENCES” prägen. Deshalb betreibt Berlin Partner mit Nachdruck das Projekt Wissenschaftsmarketing. Die Marke “BERLIN SCIENCES” und das gleichnamige Internet-Portal sind der Kern dieses Projekts.

und unter dem punkt making of lese ich

Zukünftig kann sich der Besucher auf dem Portal einen Überblick über die gesamte Wissenschaftslandschaft Berlins verschaffen. Die Suche nach der gewünschten Einrichtung oder Abteilung wird dabei ebenso möglich sein wie die direkte Kontaktaufnahme zum jeweiligen Ansprechpartner. (Quelle)

es fehlt also nicht an guten vorsätzen der marke. was aber fehlt sind:

  • eine ordentlich gefütterte datenbank
  • eine sinnvolle verschlagwortung (tags)
  • eine intensive mit- und zuarbeit der wissenschaftlichen einrichtungen
  • dem kalender ein rss-feed
  • und der ganzen plattform eine möglichkeit zum öffentlichen feedback.

soweit so gut ich habe mir in meinem kalender eingetragen, dass ich mir die plattform in einem halben jahr noch einmal ansehe und schaue, was sich dort verändern wird. bis dahin schlummert dieses internetangebot in der kategorie “nichtsinnvollen internet projekte” in meinen lesezeichen dahin.

ps: unter der suche nach informationswissenschaft findet sich dann auch das ibi, welches aber unter der suche nach “ibi” nicht angezeigt wird ;-) .

adventskalender der genderbibliothek bietet infos zur recherche in der frauen- und geschlechterforschung

weihnachtsfrau am compi unter freier lizenz von kritzel und mari*us

weihnachtsfrau am compi unter freier lizenz von kritzel und mari*us

die genderbibliothek des zentrums für transdisziplinäre geschlechterstudien startet am heutigen 1. dezember 2008 mit einem eigenen adventskalender.

Jeden Tag werden wir ein Mittel vorstellen, was sich für die Recherche von Fragen in unserem Gebiet eignet. Davon wird (hoffentlich) schon einiges einigen bekannt sein, aber auch anderes (hoffentlich) noch neu. Jeweils zu den drei Adventswochenenden werden wir unseren Tipp mit einer Recherchefrage koppeln.

neben dem kennenlernen von neuen recherchequellen und aktuellen themen rund um die geschlechterforschung gibt es zusätzlich auch etwas zu gewinnen.

Unser Adventskalender hat einen Hintersinn: Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf eine Ankunft – in unserem Falle die Ankunft im Land der Bibliotheken und Archive. Mit den speziellen Recherchemitteln lässt sich viel besser ankommen und auskommen als ohne. … Und vielleicht werden wir auch sehen, ob und welche Mittel noch fehlen.

im ersten fenster des weihnachtlichen kalenders ging es um zeitschriften für die frauen- und geschlechterforschung.

ein hoch auf kritzel und mari*us, die das logo zur aktion entworfen haben.

studieren 2.0 ?! – geringe bedeutung von rss-feeds, weblogs und social bookmarking im studium

web 2.0 by Daniel F. Pigatto

web 2.0 by Daniel F. Pigatto

heise online wies am 21.11. auf die ergebnisse der studie “studieren im web 2.0” hin. durchgeführt wurde diese befragung von der hochschul-informations-system GmbH (HIS) und dem multimedia kontor hamburg (MMKH) im september und oktober 2008. die studie geht der frage nach,

welchen Einfluss die aktuelle Generation des Internet mit ihren Anwendungen – besser bekannt als „Web 2.0“ – auf die Entwicklung netzgestützter Lehr‐ und Lernformen an den Hochschulen hat. (s. 2)

ein spannendes ergebnis war für mich die hohe bedeutung und nutzung des internets:

73 % aller Studierenden verbringen täglich 1 bis 3 Stunden im Internet, 23 %
sogar 4 bis 6 Stunden. Dagegen ist der Anteil der Studierenden, die sich weniger als eine Stunde pro Tag im World Wide Web bewegen, mit 0,3 % verschwindend gering. Sogar der Anteil derer, die 10 bis 12 Stunden pro Tag im Internet unterwegs sind, liegt mit 1,3 % höher.

bei den studierenden liegen im bezug auf die häufigkeit der nutzung von internetangeboten wikipedia, social communities und chat/messaging vorn.

Mit 60 % nutzen die Studierenden die Online‐Enzyklopädie Wikipedia besonders häufig (dabei Männer etwas häufiger als Frauen). Auch Social Communities wie StudiVZ, FaceBook, MySpace oder Xing werden oft frequentiert (51 %), wobei hier Frauen (60 %) deutlich aktiver sind als Männer (43 %). Ein gutes Drittel der Studierenden (36 %) chattet häufig oder tauscht Nachrichten über Instant Messaging aus, gefolgt von Video‐Communities (16 %), anderen Wikis (15 %) und Online‐Spielen (9 %).

überrascht haben mich die antworten auf die frage nach der nutzungshäufigkeit von weblogs. diese werden von 24,6 % der studierenden sehr selten und von 46,4 % überhaupt nicht genutzt. 7,2 % der studierenden kennen weblogs nicht (vgl. s. 24). ähnlich sieht es bei der nutzung von rss-feeds aus. hier nutzen 36,8 % der studierenden rss-feeds überhaupt nicht und 36,5 % kennen das angebot nicht. ein weiteres ergebnis, dass mich überrascht hat, war die geringe nutzung von social bookmarking-angeboten. 45,2 % der studierenden nutzen das angebot nicht und 37,8 % kennen die möglichkeiten von social bookmarking seiten nicht (vgl. s. 25).

das rss, weblogs und social-bookmarking so wenig bekannt und genutzt werden lässt vermuten, dass die vorteile dieser web 2.0 angebote bisher zu wenig bekannt sind.

GHCAs Computer ... by extra ketchup (flickr)

GHCA's Computer ... by extra ketchup (flickr)

bibliotheken, als wichtige akteurinnen im feld der informations- und medienkompetenz sind hier besonders gefragt, um bei den studierenden diese wichtigen internetangebote bekannter zu machen. hierzu ist es notwendig schnellstmöglich ein spannendes und vor allem in die hochschullehre integriertes (also auch studienpunkt(e) relevantes) kursangebote zum web 2.0 an den universitätsbibliotheken anzubieten.

ein weiteres fazit, dass sich für mich aus der studie ergibt, ist der allmähliche umzug meiner bisherigen kurse, die ich bisher moodlegestützt angeboten habe in die social communities (facebook), um mit den kursangeboten der genderbibliothek zur recherche, dem web 2.0 und der literaturverwaltung an dem ort zu sein, an dem sich ca. die hälfte der studierenden bereits befindet. ich werde über die ergebnisse des umzugs berichten

power teaching – die lernmethode für die glücklichen lehrer_innen

tafel 1 by eisenrah (flickr)

tafel 1 by eisenrah (flickr)

wie jeden sonntag telefoniere ich mit meiner mutter und bekomme neben einigen neuigkeiten aus der familie hier und da einen hinweis auf das allerneueste in sachen lernen und lehren.

ich habe mir auf empfehlung meiner mutter die videos zum power teaching angesehen. diese methode wurde 1999 von chris biffle, jay vanderfin und chris rekstad entwickelt und soll lernende in jedem alter beim lernen mit spass unterstützen.

At the root of Power Teaching is a large amount of highly structured, educational tomfoolery. Students learn the most when they are having fun. Power Teaching classrooms are full of task-focused laughter. Humor and games are used to increase the number of times students repeat core information and practice basic skills. Our classes are highly disciplined and tightly organized because students have more fun following our rules, than ignoring them.

die fünf regeln, die mit dieser methode verbunden sind, lauten:

RULE ABOVE ALL RULES: RESPECT EVERYONE
Rule 1: Follow directions quickly!
Rule 2: Raise your hand for permission to speak.
Rule 3: Raise your hand for permission to leave your seat.
Rule 4: Make smart choices.
Rule 5: Keep your dear teacher happy. (Quelle; S. 39)

ich bin mir noch nicht sicher, was ich von dieser lernmethode halten soll. ich habe ähnliche bedenken, wie christian czaputa, was die ausrichtung als disziplinierungsstrategie betrifft und ich denke, dass diese methode nicht für alle lerninhalte anwendbar ist. ich kann mir aber vorstellen, dass sich mit dieser methode z.B. merksätze oder komplexe zusammenhänge leichter und vor allem mit spass einprägen lassen. mich würden erfahrungsberichte mit power teaching im deutschsprachigen raum interessieren. wer nutzt wofür diesen ansatz?

für den bibliothekarischen bereich bietet power teaching eine gute möglichkeit etwas lebhaftere opac-schulung oder recherchekurse anzubieten. :-)

die kritische sozialpsychologie an der leibnitz universität hannover ist in gefahr

das passt ja wieder. am montag fahren mirjam und ich nach hannover, um im rahmen der tabuthementage unseren film zu zeigen und heute erreicht mich die nachricht, dass die kritische sozialpsychologie an der leibnitz universität bedroht ist.

mit gelungenen strassenaktionen versuchte die assoziation kritische sozialpsychologie auf ihre gefährdung und auf die relevanz ihrer forschungs- und lehrarbeit hinzuweisen.

hier nur ein beispiel, mit genderbezug:

plakat zur aktion hatten sie einen schönen polterabend

foto zur aktion hatten sie auch einen schönen polterabend

in der aktuellen erklärung der assoziation kritische sozialpsychologie heisst es:

Täglich dominieren Berichte über Jugendgewalt, Kindestötungen, Arbeitslosigkeit, Vereinsamung, Rechtsextremismus, Folterskandale u.v.m die Titelseiten der Zeitungen und die Nachrichtensendungen im Fernsehen. Ganz offensichtlich herrscht unter den Menschen ein großes Interesse an diesen Themen, besteht ein Bedürfnis, diese Phänomene zu verstehen, die auf den ersten Blick so unbegreiflich erscheinen. Die Sozialpsychologie kann Antworten auf die Fragen nach den Ursachen der genannten Erscheinungen geben. Vor diesem Hintergrund ist die absolut gegenläufige institutionelle Entwicklung absurd.
Studierende, die sich bewusst für diesen Studien- und Forschungsschwerpunkt entschieden haben, müssen mit unzumutbaren Studienbedingungen kämpfen. Ihnen wird jede Planbarkeit des Studiums, eine Schwerpunktbildung wie überhaupt die intensive Forschung praktisch unmöglich gemacht. Relevante Stellen, die ihnen die rechtlich und behördlich zugesicherte Gewährleistung von Studienbedingungen bis zum Studienabschluss sicherstellen könnten, werden jeweils nur um ein Semester verlängert oder abgeschafft. Gab es beispielsweise im Wintersemester 2000/2001 noch 8 feste Stellen für das Fach, sind es im Wintersemester 2008/2009 nur noch 4.

Der Relevanz sozialpsychologischer Fragestellungen für die Öffentlichkeit und einem kontinuierlichen, enormen Interesse der Studierenden für das Fach zum Trotz, wird der Stellenabbau stetig vorangetrieben, das Lehrangebot drastisch reduziert und ganze Studiengänge (Magister Sozialpsychologie, Diplom Sozialwissenschaften) werden geschlossen.

ihr stellt euch jetzt sicher die frage, was können wir tun? eine einfach möglichkeit bietet sich euch, in dem ihr die petition zur “Neuetablierung einer unbefristet forschungs-, lehr- und kritikbefähigten Sozialpsychologie an der Leibniz Universität Hannover” unterzeichnet.

danke an katrin für den hinweis :-) .

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