warum ich keine piratenpartei wählen werde, aber im herzen ein_e pirat_in bin

kati piratin

kati piratin

nach dem wahlerfolg der schwedischen piratenpartei und der sich in der brd formierenden piratenpartei, war ich erfreut über diese bereicherung der politischen spielbühne. die zentralen anliegen dieser partei konnte ich unterschreiben. ich liebäugelte sogar damit in die partei einzutreten. doch in der auseinandersetzung zur frage meines eintretens in die piratenpartei, stellte ich mir zu den piraten immer mehr fragen und meine ersten versuche diese zu beantworten verbieten mir inzwischen dieser partei eine stimme für die kommende bundestagwahl zu geben. einerseits stören mich offensichtliche leerstellen im programm der partei und andererseits empfinde ich den umgang mit genderthemen als inakzeptabel. hier meine vier wichtigsten punkte für die stimmenverweigerung:

1. piraten kennen keine ökologischen themen

so sympathisch und notwendig mir die programmpunkte der piratenpartei zu aktuellen fragen der netzpolitik sind (urheber_innenrechte, förderung freier software, zensur, meinungsfreiheit, open access, …), um so irritierter war ich, dass ich im programm dieser partei keinen einzigen punkt zum thema umweltschutz finden konnte. eine “demokratische, sozial gerechte, freiheitlich selbstbestimmte, globale Ordnung”, wie sie die partei anstrebt, kann nur in einer welt entstehen, in der sich menschen kritisch mit ihrer umwelt auseinandersetzen und thematisieren inwieweit sie durch ihr handeln diese umwelt schädigen. das “die internetpartei” gerade in einer globalisierten  informations- und kommunikationsgesellschaft die fragen nach alternativen energiequellen, grüner it und fairem handel von z.b. informationstechnologien und dem müllexport von ausgedienten kommunikationsmaschinen in den süden ausspart,  macht sie für mich unwählbar und unglaubwürdig. diese themen muessten in meinem verständnis einer netzpartei, die sich “als Teil einer weltweiten Bewegung [versteht], die diese Ordnung zum Vorteil aller mitgestalten will”, bereits als zentralle themen in das programm eingeschrieben sein.

2. wer weiß wofür piraten stimmen werden?

unter dem punkt themanwahl finden wir auf der homepage der piraten folgendes statement: “Wir denken erst und handeln dann: Wir möchten politisch nur vertreten, wovon wir auch etwas verstehen und keine Kompetenzen vorgeben, die wir noch nicht besitzen.” nehmen wir an, dass die piratenpartei den einzug in den bundestag schafft. dann stellt sich mir die frage, wie werden sich die piraten verhalten, wenn es um abstimmungen geht, die nicht in ihre kernbereiche fallen. ich denke da zum beispiel an folgende abstimmungen:

  • zur rechtlichen gleichstellung von homosexuellen lebensgemeinschaften mit der traditionellen ehe
  • zur stärkung der rechte von menschen mit beeinträchtigungen
  • zu gesetzen zur konsequenten rechtlichen gleichberechtigung der geschlechter
  • über die schnellere abschaltung von akw’s
  • über die rücknahme der hartzgesetze
  • änderung des renteneintrittsalters

ich kann meine stimme nicht blind an eine partei vergeben, wenn ich nicht absehen kann, wie sich diese partei bei mir wichtigen fragen entscheiden wird. oder werden sich piraten konsequenter weise generell enthalten, wenn themen abgestimmt werden, die nicht in ihrem programm enthalten sind?

3. piraten denken nicht an barrierefreiheit

die piratenpartei steht laut programm für”Informationelle Selbstbestimmung, freier Zugang zu Wissen und Kultur und die Wahrung der Privatsphäre”, doch wenn ich im programm der partei nach grundsätzen der barrierefreiheit suche, suche ich vergebens.  :-(

4. piratenpartei ist eine männerpartei

es ist im 21. jahrhundert, für mich, mehr als erstaunlich, dass sich eine partei zur wahl stellt und nur männliche kandidaten aufstellt. bereits zur europawahl wurden die piraten wegen der nominierung nur männlicher kandidaten häufig kritisiert. und trotzdem findet sich die situation im bundestagswahlkampf unverändert. anfragen zum anteil von frauen in der partei wurden bisher nicht beantwortet.

an einigen stellen lässt sich zusätzlich dazu eine nähe zu maskulistischen und antifeministischen männerbewegung aufzeigen. so verlinkt z.b. das weblog “genderama” des maskulisten arne hoffmann auf die piratenpartei.  ein weiteres beispiel für diese nähe findet sich im forum der partei, wo Maskulist schreibt:

Man kann Interesse für bestimmte Berufe oder Politik nicht “gendern”! Auch nicht bei den Piraten. Wir sollten eher aus der Not eine Tugend machen und anerkennen, daß die meisten Piraten und Piratenwähler Männer sind, und ihre männerspezifischen Probleme politisch bearbeiten. (Forum zum Thema Frauen und Piraten)

diese nähe von antifeministischen maskulisten und der piratenpartei ist für mich ein weiterer grund zu dieser organisation in eine kritische distanz zu treten. die diskussionen innerhalb des parteiforums zu den themen “frauen und piraten” und “piraten fast ohne frauen, klarmachen zum ändern” zeigen schnell auf, welche geschlechterbilder hier dominant sind. viele dieser dort geäußerten positionen machen für mich diese partei unwählbar.

warum ich im herzen pirat_in bin?

girls pirate camp

girl's pirate camp

trotz der derzeitigen verweigerung meiner stimme möchte ich auch auf vier punkte eingehen, warum ich mich im innersten den pirat_innen zugehörig empfinde. mein bezugspunkt ist hier nicht mehr der pirat der männerpartei, sondern ich beziehe mich direkt auf die namensgeber_innen dieser partei, sozusagen auf die urpirat_innen. bei den pirat_innen der meere gab es:

  • gendertrouble – weil historisch betrachtet die piraterie ein ort war, an dem einige frauen einen platz finden konnten, der ihnen ein leben jenseits der geschlechterordung ihrer zeit ermöglichte
  • kritisch und kämpferisch – pirat_innen stellten sich gegen herrschende moral und gesetze und segelten gegen den mainstream
  • demokratie und eigentum -  die schiffe der piraten gehörten allen und der kapitän wurde gewählt
  • soziales system – piraten entwickelten für verletzte eine art kranken – und invalid_innenrente

bei meiner verkürzten einschätzung zu den historischen pirat_innen beziehe ich mich auf das buch: piratinnen! das meer gehört uns von helga helsper. berlin: edition ebersbach 2004. eine wunderbare sendung zum thema piraterie bietet das chaosradio: Piraten – Über das Wesen, Unwesen und das soziale Gewissen der Freibeuter der Meere.

auch die piratenpartei lässt, was demokratisierung, transparenz und regelung des urheber_innenrechts mein herz höher schlagen. doch in punkten der sozialen sicherung und der geschlechtergerechtigeit stehe ich lieber mit beiden beinen an der reling auf hoher see, als auf den wellen der neuen netzpartei zu surfen.

blob – partei für den bau der kaplický-bibliothek gegründet

Blobbyfestace #2

Blobbyfestace #2

deutschlandradio meldete gestern via twitter, dass sich in prag eine partei gegründet hat, deren ziel es ist den bau der umstrittenen kaplicky-bibliothek zu fördern und voran zu treiben.

Vor einem Jahr war der futuristische Entwurf des britisch-tschechischen Architekten Jan Kaplicky verworfen worden. Die Bibliothek sollte auf dem Prager Letna-Plateau gebaut werden. Wer hinter der neuen Partei steht, ist bislang unklar. Ihr Name allerdings ist schon bekannt: Blob – auf Deutsch Krake. Genauso heißt übrigens der Bibliotheksentwurf von Architekt Jan Kaplicky. (Quelle)

seit 2007 zieht sich nun der streit zum neubau der nationalbibliothek in prag nach einem entwurf vom architekten jan kaplický.

regelmäßig berichtet in deutscher sprache radio praha zum bibliotheksneubau:

wollen wir se rein lasse? – bildungsstreik und bibliotheken oder schweigen im bücherwald?

es ist unglaublich ruhig in den bibliotheken und in der biblioblogo/twittersphäre wenn es um den aktuell laufenden bildungsstreik geht. ich stelle mir dabei die gleiche frage wie libpirat:

kein bock auf bildungsstreik

kein bock auf bildungsstreik

bibliotheken propagieren seit jahren ein wichtiger ort für bildung und für den erwerb von (informations)kompetenzen zu sein. nun gehen diejenigen auf die straße, die zu den hauptnutzer_innen von vielen bibliotheken zählen und bieten inhaltliche steilvorlagen für bibliotheken in ihren forderungen. so fordern die studierenden an der humboldt-universität konkret:

Mehr Bücher und Dubletten für das Grimmzentrum! Für die Beibehaltung der
bisher gültigen Ausleihmodalitäten und die Ausweitung der Öffnungszeiten (Quelle)

oder der tagesspiegel berichtet:

Im Innenhof der HU hängen Studierende am Vormittag ihre Forderungen an eine symbolische „Klagemauer“: „Mehr Bücher für die Bibliotheken“ steht da auf kleinen Zetteln, „Anwesenheit muss freiwillig sein“, „Engagierte Dozenten“ oder „Früher war alles besser“.

doch was passiert in den bibliotheken? gibt es bibliotheken, die ihre räume den streikenden zur verfügung stellen? gibt es den dialog zwischen den bibliotheksleitungen und den streikenden? gibt es evtl. veranstaltungen zu fragen des wissens und der bildung im informationszeitalter, die von bibliothekar_innen im streik angeboten wurden? – oder herrscht ein schweigen im bücherwald, dem tempel des wissens, dem ort der bildung?

von den belgier_innen lernen heißt siegen lernen – veggietag in gent

Inside the Veggie Grill! by Ned Raggett

Inside the Veggie Grill! by Ned Raggett

die belgische stadt gent übernimmt eine vorreiterinnenrolle in bezug auf umweltbewußtsein und ernährung. in gent wird ab dem 14.05.2009  jeder donnerstag zum veggietag.

Konkret heißt das, dass das Tagesmenü Donnerstags in allen öffentlichen Schulen Gents ein vegetarisches sein wird. Außerdem erhalten alle 5.000 Mitarbeiter der Stadt einen vegetarischen Stadtplan, eine kostenlose vegetarische Kochbroschüre wird an alle 1.500 Restaurants verschickt, Kochkurse werden für Privatpersonen und für professionelle Köche angeboten und die von der Stadt betriebenen Restaurants haben ihr vegetarisches Angebot bereits vergrößert. (Albert Schweizer Stiftung)

ich bin begeistert, wie in gent auf forschungsergebnisse zur gesundheitsschädigenden wirkung von fleischverzehr und den umweltauswirkungen von massentierhaltung regiert wird und den bewohner_innen der stadt vegetarische ernährung näher gebracht wird.

das nenne ich eine weltfrauische stadt. hut ab und hoffentlich gibt es einige nachahmerinnen auch in der brd. vielleicht tritt ja berlin, frei nach dem motto “be berlin – be veggietag” ;-) , in die fussstapfen der innovativen ideengeberin.

erklärung zum veggietag auf der homepage der stadt

revolutionärer 1. mai – dgb für bibliotheken

in seiner rede zur maikundgebung setzt sich bernhard löffler (regionsvorsitzender) für den zugang zu  bibliotheken ein.

Der DGB tritt dafür ein, dass auch in Zukunft [...], dass sie

• bezahlbaren Zugang zu Kultureinrichtungen, Bibliotheken und Schwimmbädern u.ä. haben (Quelle)

leserecht für alle – petition zum recht auf leichte sprache

Handsatz

Handsatz

stefan göthling reichte am 19.03. eine petition zur rechtlichen verankerung bzw. verpflichtung zur verwendung von leichter sprache  ein.

ich unterstütze diese petition und hoffe, dass es viele unterstützer_innen für diese aktionen geben wird, damit sich alle menschen in einer welt der schriftlichkeit leichter zu recht finden können. das gesetzt würde allen zugute kommen, die angesichts vieler  gesetztes- und amtstexte nur noch mit  dem kopf schütteln können, da viele formulierungen nicht mehr verständlich sind. beispiele hierfür sammele ich gern in dem kommentarteil meines blogs.

bisher haben sich leider erst 56 mitunterzeichner_innen gefunden. deshalb bewerbt die aktion und unterstützt diese wichtige initiative wo ihr nur könnt.

weitere informationen zur umsetzung von leichter sprache finden sich bei mensch zuerst: http://www.people1.de/was_halt.html.

im wortlaut heißt es in der petition:

Text der Petition

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass Leichte Sprache ein Recht werden soll.
Das Recht auf Leichte Sprache soll in verschiedenen Gesetzen in Deutschland stehen.

Begründung

Warum wollen wir das?
Im Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz steht:
Barrieren für behinderte Menschen sollen abgebaut werden.
Sprache ist auch eine Barriere.

Für Menschen mit Lernschwierigkeiten
kann schwere und komplizierte Sprache eine Barriere sein.
Die Lösung ist Leichte Sprache.
Für Leichte Sprache gibt es viele Regeln.
Wenn man sich an die Regeln hält,
kann jeder wichtige Texte verstehen.

Leichte Sprache steht aber noch nicht im Gesetz.
Darum gibt es noch nicht viele Texte in Leichter Sprache.
Zum Beispiel viele Briefe und Bescheide vom Amt
sind schwer zu verstehen.
Menschen mit Lernschwierigkeiten haben dann Nachteile.

Das ist ungerecht.
Wir wollen, dass sich das ändert.

In diesen Gesetzen soll Leichte Sprache stehen:

Im Behinderten-Gleichstellungs-Gesetz (BGG) von Deutschland.
Hier muss stehen, dass man ein Recht auf Leichte Sprache hat.

In den Gleichstellungs-Gesetzen in jedem Bundes-Land.

Im Sozial-Gesetz-Buch 1 (SGB I).
Dort muss es Regeln geben, wann zum Beispiel der Arzt
etwas in Leichter Sprache erklären muss.

Im Sozial-Gesetz-Buch 9 (SGB IX).
Dort stehen viele Rechte für Menschen mit Behinderung.
Dort muss es Regeln geben, wann ich im Alltag
einen Übersetzer in Leichter Sprache bezahlt bekomme.

Im Sozial-Gesetz-Buch 10 (SGB X).
Dort steht, wie die Verwaltung in Deutschland arbeiten muss.
Zum Beispiel stehen dort die Regeln,
wie ein Bescheid vom Sozial-Amt aussehen muss.
In diesem Gesetz muss stehen,
dass es ein Recht auf Bescheide in Leichter Sprache gibt.

In Gerichts-Gesetzen.
Es gibt auch Regeln für Gerichte.
Zum Beispiel, wenn man Zeuge beim Gericht ist.
In diesem Gesetz muss stehen,
wann ich einen Übersetzer vor dem Gericht bekomme.

Im Gesetz über Beurkundungen.
Manchmal gibt es ganz wichtige Texte und Verträge.
Für diese Verträge ist es gut, wenn man einen Zeugen hat.
Dafür gibt es Notare.
Im Gesetz über Beurkundungen stehen die Regeln dafür.
In diesem Gesetz müssen Regeln stehen,
wie schwere Inhalte erklärt werden müssen.

gibt es bereits bibliotheken, die in ihren onlinekatalogen die konzepte von leichter sprache umgesetzt haben?

ministerpräsident_innenkonferenz unterstützt deutsche digitale bibliothek

bildungsklick.de berichtet über die ergebnisse der minister_innenkonferenz. während des treffens in berlin setzten sich die ministerpräsident_innen für die einrichtung einer deutschen digitalen bibliothek (ddb) ein, die in die europäische digitale bibliothek (edb) eingebunden werden soll.

Die Kultusministerkonferenz und die Finanzministerkonferenz sind nunmehr von den Regierungschefs beauftragt worden, ein Verwaltungs- und Finanzierungsabkommen über die Errichtung, Trägerschaft und den Betrieb der DDB mit der Bundesregierung abzustimmen. Mit ihrer Errichtung soll die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Wissenschaft, Forschung und Bildung gesichert werden. Zugleich sehen die Regierungechefs in der DDB einen Beitrag dazu, das einzigartige kulturelle Erbe der Bundesrepublik in Form von Beständen von Bibliotheken, Archiven, Museen sowie Rundfunk- und Filmarchiven für jedermann zugänglich zu machen. Für den Aufbau der DDB sowie zur Unterstützung der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen bei der Digitalisierung wird ein Kompetenznetzwerk geschaffen, dem als Träger der DDB der dauerhafte Betrieb der zentralen Infrastruktur obliegt. Die Daten werden dezentral in den Einrichtungen gehalten. Für 2010 ist die Inbetriebnahme der DDB als Prototyp geplant. Derzeit läuft eine Digitalisierungskampagne der Werke des 18. Jahrhunderts.

am 21.03.2009 treffen sich kühe und schweine zum meat out in berlin

auschnitt vom plakat zum meat out

auschnitt vom plakat zum meat out

zum frühlingsanfang legen am 21.03.2009 um 12.00 uhr kühe und schweine den kuhdamm lahm.

Im Rahmen der weltweiten MEATOUT Kampagne wird es am Samstag den 21. März ab 12 Uhr eine Gemeinschaftsaktion mit den Tierversuchgegnern Berlin und Brandenburg e.V. der Ortsgruppe des Vegetarierbundes Deutschland e.V. dem Netzwerk Nandu für Tierbefreiung, Ökologie und globale Gerechtigkeit, der Tierschutzpartei-Berlin und der Löffelrevolution geben. (Quelle: vegan berlin)

hintergrundinformationen und weiterführendes material zum meatout bietet die website: http://www.meatout.de/.

bis zum 21.03. werde ich euch jeden tag ein “meatout song” präsentieren, dass euch auf den aktionstag einstimmt. musikwünsche nehme ich gern im kommenarteil entgegen.

bibliotheken sind eine reise wert

reise

reise

in der welt vom 07.0.2009 fragte claudia eherenstein die regierenden der 16 bundesländer nach ihren persönlichen reisetipps. und siehe da, für wolfgang böhmer sind auch bibliotheken eine reise wert:

“Vor 1989 habe ich mich oft in der Bibliothek des Evangelischen Predigerseminars im Augusteum aufgehalten, um mich medizinhistorischen Forschungen zu widmen. Dafür fehlt mir heute leider die Zeit. Geblieben ist aber meine Faszination für Bibliotheken. Sie sind Orte des kulturellen Gedächtnisses der Menschheit – wie die Zeitzer Stiftsbibliothek. Zum Bestand gehören unter anderen 400 mittelalterliche und 450 frühneuzeitliche Handschriften, die Ptolemäus-Handschrift von 1477 mit der Zeitzer Weltkarte sowie die beeindruckende Privatbibliothek des 1563 verstorbenen Naumburger Bischofs Julius Pflug – des großen Gegenspielers Luthers.” Wolfgang Böhmer (CDU)http://www.vereinigtedomstifter.de

widerstand gegen die berliner schüler_innendatei

heise online berichtet von der gestrigen verabschiedung des umstrittenen gesetzes zur einführung einer zentralen schüler_innendatei. diese wurde trotz erheblicher kritik auf den weg gebracht, nun ruft der chaos computer club die eltern auf widerstand zu leisten und den schulen die weitergabe der daten ihrer kinder zu untersagen.

Nachdem die bundesweite Schülerdatei endgültig vom Tisch ist, schickt sich Berlin an, eine eigene zentrale Kinderdatei anzulegen. Die zuletzt rapide steigende Tendenz an Datenskandalen hat jedoch deutlich gemacht, dass weder Firmen noch Behörden mit derart sensiblen Daten über Schüler und deren Eltern sicher umgehen können. Da diese personalisierte Datenerhebung weder sinnvoll noch objektiv notwendig ist, bleibt verantwortungsvollen Eltern nur der Datenboykott, um ihre Kinder vor ausartender überwachungsstaatlicher Datensammelwut zu schützen. (quelle)

ein musteranschreiben an die schulleitung findet sich beim chaos computerclub. das aktionsbündnis freiheit statt angst ruft am kommenden mittwoch zu einer demonstration gegen die entscheidung des abgeordnetenhauses auf: Termin: 25.02.09; Uhrzeit: 16:00 Uhr; Ort: Axel-Springerstr. / Beuthstr.

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