österreich bläst zur jagd auf den tierschutz – prozess gegen tierrechtler_innen

am heutigen tag beginnt in österreich ein prozess gegen 13 tierschützer_innen und tierrechtler_innen. die sendung hörbilder des orf berichtet in einem ausführlichen feature über die aktuelle situation und hintergründe zu dem undemokratischen verfahren, in dem die arbeit von nichtregierungsorganisationen durch den staat österreich kriminalisiert wird.

eine betroffene der staatlichen repressionen berichtet auf einer großdemo gegen den paragraphen über ihre aktuelle situation:

bei dem prozess wird der “mafiaparagraph” § 287a StGB “Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation” in stellung gebracht, um menschen die sich jahrelang für tierrechte eingesetzt haben mundtot und arbeitsunfähig zu machen.

Man wirft den Angeklagten vor, sie hätten durch ihre legale Kampagnenarbeit ihnen unbekannte Personen ideell und indirekt zu Straftaten motiviert. Es geht also um eine ideologische Sippenhaftung, um ein Gesinnungsdelikt. Man will den „Sympathisantensumpf“ angeblich radikaler Gesinnungen austrocknen, indem man legale AktivistInnen in ideologische Sippenhaftung nimmt. (Quelle)

der prozess wird durch aktivist_innen der tierrechtsbewegung dokumentiert. neben der ausführlichen darstellung des prozesses in einem weblog finden sich regelmäßig beiträge in einer facebookgruppe und bei twitter.

hut ab vor der ältesten bibliothekarin österreichs

pinke blume aus nochten

pinke blume aus nochten

im juli wurde eli bauer 100 jahre alt und sie wird nicht müde vier mal in der woche in der bibliothek der katholischen sozialakademie zu arbeiten. ca. 18.000 bücher verwaltet die ehrenamtliche bibliothekarin.

Doch Elli Bauer bleibt hartnäckig – ein Wesenszug von ihr. Mit 90 Jahren lernte sie, den Computer zu bedienen. Vier Tage in der Woche arbeitet sie. Nur am Dienstag kommt sie nie: “Einen Tag braucht man auch für sich.” (wien.orf)

hutjonglage auf dr ejc karlsruhe

hutjonglage auf der ejc karlsruhe

mir bleibt nur noch eins zu sagen: nachträglich alles gute zum gebutstag und hut ab.

ps. schade finde ich, dass die bibliothek auf der internetseite der katholischen sozialakademie nicht zu finden ist. handelt es sich vielleicht um eine geheimbibliothek? oder sind 18.000 bücher keine erwähnung wert?

dritte interviewpartner_in für den film: Margit Hauser

gestern konnte ich margit hauser für die mitwirkung an meinem magistraprojekt gewinnen. margit hauser ist aktive mitfrau im "Verein zur Förderung und Vernetzung frauenspezifischer Informations- und Dokumentationseinrichtungen in Österreich " und mitarbeiter_in des wiener archivs für frauen- und lesbenbewegung stichwort und wird mir für fragen nach der verwendung feministischer thesauri und für fragen nach den projekten und kozepten eigenständiger bibliotheks- und archiveinrichtungen für frauen- und lesben zur verfügung stehen.

ich freue mich besonders auf dieses interview, da margit hauser im archiv stichwort für die recherchekurse zur feministischen onlinerecherche verantwortlich ist. hoffentlich bleibt etwas zeit sich zu den kursen auszutauschen. :-)

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