in premiumpresse wird für den 3. teil einer vierbändigen magiersaga geworben. in “Die Magier 03. Götter der Nacht” schreibt pierre grimbert der bibliothek eine wichtige rolle zu:
Im dritten Band erhalten sie auf ihrer Flucht einen entscheidenden Hinweis zum Geheimnis der Pforten der Insel: in der Stadt Romin befindet sich eine uralte Handschrift ihrer Ahnen in einer Bibliothek verborgen. Grimbert, selbst Bibliothekar, Buchwissenschaften und Publizistik fühlt sich hier als Autor ganz in seinem Element und schreibt plastischer und mitreißender denn je. (quelle)
tolles lob für einen bibliothekar: plastisch und mitreißend. danke an pierre grimbert.
evelyne polt-heinzl veröffentlicht ein sammelband, in dem literarische texte zur nationalbibliothek in wien vereint sind. das buch “abenteuer bibliothek – ein Ort des Wissens und der Fantasie” wurde vom brandstätter verlag veröffentlicht und kostet 19,90 €. in der presse schreibt andrea winkler über die veröffentlichung:
Kann sein, dem Interesse daran, wie der Ort der Bibliothek in literarischen Texten verschiedener Zeiten, Anliegen und Stile entworfen wird, haftet etwas Nostalgisches an, der Glaube daran, dass das Bedürfnis nach „Orten des Geistes“ auch in der gegenwärtigen Gesellschaft nicht verloren geht. Aber was machte es schon, solcherart „nostalgisch“ zu sein? Ohne Sehnsucht nach etwas, von dem man befürchtet, es sei jetzt gerade in Gefahr zu verschwinden oder überwuchert zu werden, hätte wohl nie jemand ein Blatt beschriftet, das auch zu anderen als den aktuellen Zeiten noch gelesen werden kann und will. (quelle)
nun heißt es warten, dass sich die ankündigung des verlages
Die bibliophile Ausstattung mit alten Stichen, Federzeichnungen und Exlibris macht diese Hommage an das Buch zu einem »Pflichtexemplar« für jede Bibliothek.
Das Bedürfnis, auf eine Art zu schreiben, folgt, wenn auch mit Abstand, einer neuen Art, in der Welt zu sein. In Zeitabständen, die sich zu verkürzen scheinen, hört, sieht, riecht, schmeckt “man” anders als noch vor kurzem. (christa wolf: fortgesetzter versuch; S. 7)
ich gratuliere der schriftstellerin christa wolf zu ihrem 80. geburtstag und danke ihr für die vielen wohligen stunden, die ich mit ihren büchern und texten verbringen durfte.
einen überblick zu ihren werken bietet die nationalbibliothek. ein interview von gero von boehm mit christa wolf in fünf teilen findet sich bei youtube. hier der erste teil:
zum geburtstag widmen sich einige medien der autorin:
bei opinio findet sich unter der rubrik fantasy eine kurzgeschichte von micasa mit dem titel “die bibliothekarin: eine fast wahre geschichte“. in dieser erzählung wird die besondere recherchefähigkeit und die beratungsfähigkeit der rothaarigen bibliothekarin hervorgehoben. ohne mit der nutzerin ins gespräch zu kommen, empfiehlt die hellsichtige bibliothekarin ihr ein buch, mit dem sich sich ihren sehnlichsten wunsch erfüllen kann. einfach verhext und besser als jeder empfehlungsservive von amazon.
beim eintritt in die bibliothek empfindet die protagonistin der geschichte den bücherraum in seiner ganzen pracht.
Der Duft der Bücher, dieser ganz spezifische Geruch wehte ihr um die Nase. Sie atmete ihn tief ein und sprach innerlich ein Mantra: Loslassen, frei werden, loslassen. Sie spürte, dass sie sich gleich ein bisschen besser fühlte.
bei ihrer suche nach dem rettenden buch
… stieß [sie] mit einer Bibliothekarin zusammen, die sie hier noch nie gesehen hatte. Ihr rotes Haar stand in wilden Locken wie ein Feuerkranz um ihren Kopf. Erst wollte sie weitergehen, dann bemerkte sie, dass diese sie genau beobachtete. Sie fühlte sich gemüßigt, sie wenigstens mit einem Nicken zu grüßen und sich so für den ungewollten Zusammenstoß zu entschuldigen. Überraschenderweise macht die Bibliothekarin einige Schritte auf sie zu und sagte: “Kommen Sie Für Sie habe ich heute ein besonderes Buch.”.
während marcel reich-ranicki und thomas gottschalk es sich im fernsehsessel bequem machen und über literaturkritik und höllisches internet streiten, bringt litColony.de die literatursendung “lesen” von elke heidenreichs ins internet.
Mit dem Start von litCOLONY.de wechselt Elke Heidenreich das Medium. Jeden Monat, statt bisher sechsmal jährlich, wird sie künftig an dieser Stelle ihre Leseempfehlungen aussprechen. Abrufbar 365 Tage im Jahr, 7 Tage die Woche, 24 Stunden am Tag. Ansonsten bleibt alles wie gewohnt: tolle Gäste, spannende Bücher und der kleine Lese-Mann. Lesen! die 38., mit Campino und fünf neuen Büchern.
ein blaues auge von jtpixelz (flickr)
das zdf sieht nun vermutlich mit dem ersten und zweiten auge, nach dieser ersten sendung, nur noch blau und verschwommen. elke heidenreich verteilt gegenüber dem öffentlichen fernsehsender zdf während der ganzen sendung ordentliche und angebrachte verbalfaustschläge und auch marcel reich-ranicki bekommt sein fett weg. ein beispiel dieser abrechnungen gefällig:
Und das Schöne ist: Vor mir kein Gejoddel, nach mir keine Kochshow, weit und breit kein Kerner, also lauter gute Neuigkeiten.
aber nicht nur mit dem zdf bricht elke heidenreich, so meldet heise online:
Mit dem Fernsehen sei sie nun aber irgendwie fertig. Auf die Idee, ihre Sendung ins Internet zu verlegen, habe sie anfangs skeptisch reagiert. Jetzt sei sie aber voll überzeugt, denn das Internet sei “das Medium der Zukunft”. Jeder könne sich “Lesen!” nun anschauen, wann er wolle.
ich fand die erste sendung genau wie text&blog sehr gelungen und ich halte die einbindung der sendungen als videos in das portal sevenload für den richtigen weg, um viele menschen mit neuen büchern vertraut zu machen. ich wünsche elke heidenreich, dass sie weit mehr als 2 millionen zuschauer_innen für ihre fantastische sendung im internet finden wird.
hier noch das passende abschiedslied der sendung lesen vom zdf:
schön wäre es für die integration von lesen in das internet einen rss-feed anzubieten, mit dem ich an neue sendungen erinnert werde und die kommentarfunktion auch auf der seite von litcolony anzubieten. den macher_innen der sendung ein dickes lob und ein dankeschön für die ersten literaturtipps.
ich habe mir sofort das lieblingsbuch von campino die brautprinzessin bestellt, dass ich mir dann über die kommenden feiertage zu gemüt führen möchte.
in meinem beitrag zum vergleich von fußball und synchronschwimmen, habe ich angekündigt, dass die bibliographie zum thema “gender und fußball” im gender@wiki zur gemeinsamen bearbeitung bereit steht. da das gender@wiki wieder onlline ist, fühlt euch eingeladen literatur zu ergänzen und vielleicht das eine oder andere zum artikel beizutragen.
ich bin zur zeit dabei für meine anstehende diskursanalyse geeignete programme zur verwaltung meiner literatur zu suchen und auszutesten. die humboldt-universität bietet mir im rahmen einer campuslizenz die nutzung von Citavikostenlos an und aus alten windowszeiten besitze ich noch eine lizenz für Bibliographix. beide programme sind in meinen augen sehr gelungene angebote zur verwaltung von literatur. leider wird von beiden anbieter_innen keine version für das betriebssystem linux angedacht .
Frage:
Ich verwende einen Linux-Rechner und möchte gerne Citavi nutzen – geht das? Antwort:
Leider verfügen wir mittelfristig nicht über die Ressourcen, eine Linux-Variante von Citavi zu erstellen.
Wir wissen von einigen Usern, die Citavi in einer Windows-Emulation einsetzen. So schreibt uns ein Anwender: “Mit einem Emulator (ich benutze Qemu, gebräuchlicher ist, glaube ich, Vmware) lasse ich ein komplettes Windows XP unter Linux laufen und in diesem wiederum Citavi. Der Ordner mit meinen Citavi-Projektdateien läßt sich in den Emulator wie eine Festplatte einbinden. Ein Betriebssystem in einem anderen laufen zu lassen, braucht natürlich eine Menge Rechenleistung und verlangsamt die Reaktionen des Programmes entsprechend.” (Quelle)
Der Marktanteil von Apple Mac und die Zahlungsbereitschaft der Linux – Community ist leider nicht groß genug, als das eine Portierung von Bibliographix auf diese Plattformen betriebswirtschaftlich vertretbar wäre. Für die Windows – Emulatoren Win4Lin, Virtualbox und WINE haben wir positive Installationsberichte von Nutzern bekommen. Mit Virtual PC ist Bibliographix auch auf dem Mac lauffähig (nach Nutzermeldungen allerdings eher langsam) Über die Lauffähigkeit unter anderen Emulatoren ist uns nichts bekannt.
Eine eigene Mac- oder Linux – Version ist derzeit nicht in Planung. (Quelle)
naja – in der argumentation der beiden anbieter_innen spielen zeit und geld die größte rolle ein betriebssystem zu bevorzugen. die bisher vorgeschlagenen lösungen mit emulatoren zu arbeiten empfinde ich als unbefriedigend, da sie die leistungen meines rechners deutlich verlangsamen. ich werde mich am wochenende und in der nächsten woch mit JabRef beschäftigen und hoffe, dass es für meine ansprüche reicht. oder ich muss weiterhin damit leben, sowohl ubuntu als auch windows-xp auf meinem rechner installiert zu haben und für die arbeit mit den, von mir bevorzugten, literaturverwaltungsprogrammen auf die ungeliebte windowsebene umzuziehen.
oder gibt es noch andere programme bzw. lösungen, wie ich citavi oder bibliographix nutzen kann?
nun bin ich bereits beim zweiten schritt zum planen meiner arbeit. ich habe mir die neuste version meines literaturverwaltungsprogramms heruntergeladen und mir zusätzlich bei bibsonomy ein eigenes benutzer_innenkonto angelegt, um links und literatur für die arbeit zu sammeln.
dritter schritt
wie plane ich einen ausgleich zu den vielen stunden am rechner? und? ich setze meinen yoga für anfänger_innen kurs an der tu-berlin fort und versuche einmal täglich 1 h für den ausgleich zu finden . und hier eine yogareihe, die ich heute morgen gelernt habe – der sonnengruß:
und jonglieren, soll ja auch zur pausengestaltung ganz gut sein . ihr seht ich komme gut voran
“Ich bin doch kein Info-Hippie. Zunächst verteile ich meine Geschichten kostenlos im Netz, weil ich so viele Bücher wie möglich verkaufen und steinreich werden will. Aber es gibt noch andere Gründe. Künstlerisch sehe ich das Kopieren als integrale Kulturtechnik des 21. Jahrhunderts an. Nie war es jedoch so schwierig, etwas zu kopieren. Durch den DRM-Kopierschutz werden innovative Impulse verhindert.”
da die übersetzung seines neuen romans “backup” zum kostenlossen download angeboten wird, muss meine magisterarbeit noch etwas warten. und ich versuche nun meinen ersten roman nur am bildschirm zu lesen.
hier der anfang des buches “Ich lebte lange genug, um in den Genuss der Unsterblichkeit zu gelangen; um den Aufstieg der Bitchun Society zu verfolgen; um zehn Sprachen zu lernen; um drei Symphonien zu komponieren; um meinen Kindheitstraum zu verwirklichen und mich in Disney World niederzulassen; um die Arbeit und die Arbeitsplätze sterben zu sehen*.”
für diejenigen, die keine zeit und lust zum lesen haben – findet sich hier ein video zum interview des elektronischen reporters mit cory doctorow (gefunden bei netzpolitik.org).