das erfolgreiche computerspiel “world of goo” ist nun auch für die nutzer_innen von linux und mac verfügbar. seit dem 12.02.2009 wird das spiel (überraschungshit 2008) für 20,00$ zum download angeboten.
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Das große Interesse an der Linux-Version hat nach Angaben der Autoren zu einem neuen Verkaufsrekord am 12. Februar geführt, als das Spiel angekündigt wurde. »Es gibt doch einen Markt für Linux-Spiele«, geben sie sich überzeugt.
folgen wir daniel boese in der aktuellen ausgabe des stadtmagazins zitty, dann ist der gang in die bibliotheken dank der kooperation einiger universitäten mit itunes nur noch schnee oder besser bücherstaub von gestern. so schreibt der autor:
Früher war klüger werden noch harte Arbeit: Vor nur zehn Jahren musste man an dem Berliner Universitäten Zettelkataloge durchstöbern und das Siegelverzeichnis Berliner Bibliotheken wälzen, um ein Buch zu finden. Heute reichen zwei Mausklicks und man steht vor dem Portal der iTunes U(niversität). (S. 30)
partner_innen???
vor noch 25 jahren musste ich aufstehen, um die programme meines fernsehers per hand umzuschalten und dann nahm ich einen langen stock und jetzt reichen zwei mausklicks und ich lade mir das gesamte fernsehprogramm auf meine festplatte. nun ja – der vergleich zwischen der benutzung von bibliotheken vor 10 jahren und dem angebot von itunes u scheint mir ein vergleich zwischen äpfeln und pinguinen zu sein. und da sind wir auch schon bei einem größeren problem. ich habe versucht mir die videos der universität freiburg anzusehen.
doch leider reichen bei mir als nutzer_in von ubuntu die versprochenen “zwei Mausklicks” nicht aus, um an das kostenlose und “frei” zugängliche podcastangebot heran zu kommen. auch über wine bekomme ich leider die aktuelle itunes software nicht zum laufen.
die von der universität freiburg angebotene alternative zum itunes-angebot, per rss die podcastfolgen zu abonnieren, führte mich in die unendliche leere des internets. soviel zum freien zugang zur bildung und der erfolgreichen zusammenarbeit von universitäten mit apple. und so spricht aus den letzten worten von daniel boese viel wahres:
Und Apple geht es natürlich darum, möglichst viele Computer an Universitäten zu verkaufen und Studenten an die eigenen Produkte zu gewöhnen. (S. 31)
und so könnte das ganze aussehen, wenn es bei mir laufen würde:
quelle: daniel boese: ein kluger kopf zum download. weiterbildung 2.0: die universität bietet video-vorlesungen aus potsdam und stanford. in: zitty (2009)3; S. 30-31.
da eröffnet am 05.09.2008 der berliner bürgermeisterfeierlich die von metaversum entwickelte betaversion der virtuellen zwillingsstadt berlins: “twinity” und in einem interview im berliner tagesspiegel sprach der regierende zu seinem volk:
„Berlin lebt von Innovationen, und mit Twinity können nun Menschen aus aller Welt die Metropole im Internet erleben.“ (tagesspiegel)
auf der startseite der virtuellen stadt heißt es:
Twinity ist eine 3D-Onlinewelt, die eng mit der Realität verknüpft ist. In Twinity kannst Du die aufregendsten Metropolen der Welt virtuell entdecken und bewohnen.
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Entdecke Twinitys erste virtuelle Stadt: Berlin
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die eröffnung (mit rotem teppich) ist im videotrailer dokumentiert:
ich wollte nur nachsehen, ob sich bereits bibliotheken oder bibliothekar_innen in dieser virtuellen welt tummeln und habe versucht, mich zu registrieren. aber gleich im zweiten schritt der anmeldung fand ich die neue berliner mauer:
besuch nur für windowsuser_innen
nach den gelungenenlobbyempfängen des bekannten softwareherstellers, fiel es dem regierenden sicherlich nicht weiter auf, dass er bei der eröffung von “twinity” eine neue mauer errichtete und gemeinsam mit metaversum nur für nutzer_innen der betriebssysteme aus dem hause microsoft den roten teppich ausrollte.
diese mauer schließt “at the moment” nutzer_innen aus, die sich nicht für ein betriebssystem von microsoft begeistern können. nein – es gibt keine möglichkeit für einreiseanträge und auch kein begrüßungsgeld. burk’s blog schreibt dazu:
Außer N-TV erwähnt niemand, dass die neue 3D-Welt nur für Windows-Nutzer ist. Ich verstehe das nicht. Wäre ein Hinweis nicht angebracht, um Apple- und Linux-Nutzer nicht zu enttäuschen? Sind diese als Rezipienten der Medien irrelevant? Ich habe außer ein paar ironischen Kommentaren von Kurt Sagatz im Tagesspiegel auch kein Wort der Kritik gelesen und gehört. Ist so etwas Journalismus?
fazit: linux-user_innen und mac-usrer_innen sind (zur zeit?) einfach keine twinityaner_innen. ich bin sehr gespannt, wie lange diese neue berliner twinity mauer bestehen wird.
nach der heutigen aufregung in der blogosphäre (übersicht bei rivva), wollte ich mir den neuen browser des internet-kraken einmal etwas genauer ansehen. doch beim versuch den browser zu laden, stellte ich überrascht fest, dass google chrome schrott nur für windows konzipiert wurde. user_innen von apple und linux bleiben wieder einmal außen vor.
tux in zürich von cavorite (flickr)
neben der großspurigen ankündigung, dass sich der neue browser durch besonders “hohe nutzer[_innen]freundlichkeit” auszeichnen soll, finden wir in der erklärung, warum google einen eigenen browser konzipiert hat folgende erklärung:
Wir verdanken einen Großteil unserer Arbeit vielen verschiedenen Open Source-Projekten, denn einige der Komponenten von Google Chrome stammen u.a. aus dem WebKit von Apple oder von Mozilla Firefox. Wir möchten diesen Weg weiter gehen und in diesem Sinne steht auch der Google Chrome-Code für alle zur freien Verfügung. Wir möchten die Zusammenarbeit mit der Web-Community fortführen, um Entwicklungen im Web voranzutreiben.
ja nehmen ist eben doch besser als geben. google bedient sich der arbeit der freien software communitiy und gibt dann genau den nutzer_innen von windowsprodukten einen neuen browser in die hand. fazit: na da haben sich ja zwei gefunden.
der gestrige workshop zum thema ubuntu-grafik war für mich beeindruckend und bereichernd. ich habe viele neue programme (scribus, inkscape, …) und einige nützliche erweiterungen kennen gelernt und sofort zum weiteren ausprobieren installiert. diese programme werden mir die arbeit mit ubuntu sehr erleichtern.
ich werde mich in den nächsten tagen erst einmal an gimp setzen und hier etwas herumexperimentieren. nützliche einführende gimptutorials, wie das folgende, finden sich z.bsp. bei youtube:
am meisten gefreut habe ich mich über das plugin “save for web” für gimp. durch diese nützliche erweiterung kann ich endlich grafiken schnell und einfach für die integration in webanwendungen bearbeiten. ich bin begeistert. und den nächsten flyer für die genderbibliothek werden mar*ius und ich dann sicherlich gemeinsam mit hilfe der programme gimp und inkscape erstellen.
ich wollte gerade die e-ausleihe der öffentlichen bibliotheken berlins www.voebb24.de ausprobieren. leider scheiterte mein versuch an der entscheidung des bibliotheksverbundes lediglich windows betriebssysteme zu unterstützen.
Es gibt zurzeit jedoch kein DRM, das mit allen Betriebssystemen zusammenarbeitet, weshalb wir uns für das DRM des Marktführers Microsoft entschieden haben, da dieses dem größten Teil unserer Kunden zur Verfügung steht.
als anforderungen für die nutzung der e-ausleihe werden folgende systemanforderungen aufgeführt:
Die Mindestanforderungen sind:
- Betriebssystem: Windows 2000 / XP/ Vista
- Windows Media Player 10 oder höher
- Adobe Reader 7.0 oder höher
- Internet Explorer 6.0 oder höher
- Firefox 1.5.0 oder höher
- Für Audio- und Video-Download wird eine Internet-Breitbandverbindung empfohlen (DSL, Kabel).
die öffentlichen bibliotheken berlins schließen in diesem angebot bewusst linuxnutzer_innen und applenutzer_innen mit der begründung der hohen marktanteile von microsoft aus. dieses vorgehen führt zu einer stabilisierung der aktuellen marktverhältnisse. besonders schwierig finde ich diesen ausschluss, da öffentliche bibliotheken eigentlich für alle zugänglich sein sollten und da hier markführer mit verwendung öffentlicher gelder unterstützt werden. in meinen augen ist ein solches angebot absolut inakzeptabel. hier das “werbebanner” für microsoft, dass in den internetauftritt der öffentlichen bibliotheken berlins eingebunden wurde.
screenshot des internetauftritt voebb24
in anderen bibliotheken wurden bereits einige vorzüge freier software entdeckt, wie dieses video zeigt:
welche bibliotheken bieten onlineausleihe bereits für linux- und applenutzer_innen an?
in welchen bibliotheken werden freie betriebssysteme auf den desktops der nutzer_innen eingesetzt?
gibt es eine technische lösung, um das angebot mit ubuntu trotzdem nutzen zu können?
auf den diesjährigen bibliothekstagen nutzte ich heute die gelegenheit und besuchte den stand von citavi. ich habe persönlich ein großes interesse an einer linuxversion des literaturverwaltungsprogramms und weiß auf grund der informationen meines statistikprogramms, dass täglich auf meinen blog bei suchanfragen verwiesen wird, die sich mit einer linuxversion für citavi beschäftigen. also stehe ich nicht allein
meine frage an die standbetreuer_innen, ob eine citaviversion für eine lokale linuxanwendnung geplant ist, wurde leider verneint.
warum? die kosten, die kosten. als trost wurd mir mitgeteilt, dass eine browsergestützte onlineversion angedacht ist und diese wird 2009 zum anfang des kommenden wintersemsters erscheinen. leider sind bei der onlineversion einige tools (texterstellung) nicht benutzbar.
ich glaube (hoffe), dass es eine große nachfrage an linuxversionen für literaturverwaltungsprogramme gibt. was können wir tun, um softwarefirmen wie citavi zum umdenken zu bewegen und linuxversionen immer mit anzubieten? habt ihr ideen?
heise online berichtet unter dem titel “billiges xp nur für schlappe nootbooks” über ein besonders günstiges softwareangebot von microsoft an die hersteller_innen von billigen nootebooks. bisher benutzen diese anbieter_innen das open source-system linux.
Die Lizenzvergabe soll jedoch an strenge Reglements gebunden sein, berichten US-Medien unter Berufung auf ein vertrauliches Microsoft-Dokument, dass einige PC-Hersteller erhalten hätten. Demnach dürfe die Software nur in Verbindung mit Notebooks verwendet werden, deren Displays nicht größer als 10,2 Zoll ist und deren Festplatte nicht mehr als 80 GByte Daten fasst. Auf keinen Fall dürfen die Geräte mit einem Touchscreen ausgestattet sein.
klar – das sich microsoft um den marktanteil sorgt, denn wer einmal die vorzüge eines linux-betriebssystems genossen hat, wird sicherlich beim kauf des nächsten rechners nicht mehr zu windows zurückkehren.
der konkurrenzkampf zwischen den beiden betriebssystemen geht wohl in die nächsten runden. wobei, für mich, linux bisher klar in führung liegt. aber seht selbst, wie es aus geht. der kampf möge beginnen:
ich bin zur zeit dabei für meine anstehende diskursanalyse geeignete programme zur verwaltung meiner literatur zu suchen und auszutesten. die humboldt-universität bietet mir im rahmen einer campuslizenz die nutzung von Citavikostenlos an und aus alten windowszeiten besitze ich noch eine lizenz für Bibliographix. beide programme sind in meinen augen sehr gelungene angebote zur verwaltung von literatur. leider wird von beiden anbieter_innen keine version für das betriebssystem linux angedacht .
Frage:
Ich verwende einen Linux-Rechner und möchte gerne Citavi nutzen – geht das? Antwort:
Leider verfügen wir mittelfristig nicht über die Ressourcen, eine Linux-Variante von Citavi zu erstellen.
Wir wissen von einigen Usern, die Citavi in einer Windows-Emulation einsetzen. So schreibt uns ein Anwender: “Mit einem Emulator (ich benutze Qemu, gebräuchlicher ist, glaube ich, Vmware) lasse ich ein komplettes Windows XP unter Linux laufen und in diesem wiederum Citavi. Der Ordner mit meinen Citavi-Projektdateien läßt sich in den Emulator wie eine Festplatte einbinden. Ein Betriebssystem in einem anderen laufen zu lassen, braucht natürlich eine Menge Rechenleistung und verlangsamt die Reaktionen des Programmes entsprechend.” (Quelle)
Der Marktanteil von Apple Mac und die Zahlungsbereitschaft der Linux – Community ist leider nicht groß genug, als das eine Portierung von Bibliographix auf diese Plattformen betriebswirtschaftlich vertretbar wäre. Für die Windows – Emulatoren Win4Lin, Virtualbox und WINE haben wir positive Installationsberichte von Nutzern bekommen. Mit Virtual PC ist Bibliographix auch auf dem Mac lauffähig (nach Nutzermeldungen allerdings eher langsam) Über die Lauffähigkeit unter anderen Emulatoren ist uns nichts bekannt.
Eine eigene Mac- oder Linux – Version ist derzeit nicht in Planung. (Quelle)
naja – in der argumentation der beiden anbieter_innen spielen zeit und geld die größte rolle ein betriebssystem zu bevorzugen. die bisher vorgeschlagenen lösungen mit emulatoren zu arbeiten empfinde ich als unbefriedigend, da sie die leistungen meines rechners deutlich verlangsamen. ich werde mich am wochenende und in der nächsten woch mit JabRef beschäftigen und hoffe, dass es für meine ansprüche reicht. oder ich muss weiterhin damit leben, sowohl ubuntu als auch windows-xp auf meinem rechner installiert zu haben und für die arbeit mit den, von mir bevorzugten, literaturverwaltungsprogrammen auf die ungeliebte windowsebene umzuziehen.
oder gibt es noch andere programme bzw. lösungen, wie ich citavi oder bibliographix nutzen kann?