betzha-ottenstein-preis für queeres buchprojekt

die badische zeitung meldet, dass das buchprojekt “queere (t)ex(t)perimente” beim freiburger dies universitatis ausgezeichnet wurde.

Auch der Bertha-Ottenstein-Preis (5000 Euro) ging an Studierende – die drei Gender-Studies-Studentinnen Jennifer Moos, Franziska Bergmann und Claudia Münzing wurden für die Herausgabe des Sammelbands “queere (t)ex(t)perimente” ausgezeichnet, in dem sich Wissenschaft und Kunst und Theorie und Praxis mischen. (badische zeitung)

herzlichen glückwunsch an die herausgeber_innen des transdisziplinären projektes.

adventskalender der genderbibliothek bietet infos zur recherche in der frauen- und geschlechterforschung

weihnachtsfrau am compi unter freier lizenz von kritzel und mari*us

weihnachtsfrau am compi unter freier lizenz von kritzel und mari*us

die genderbibliothek des zentrums für transdisziplinäre geschlechterstudien startet am heutigen 1. dezember 2008 mit einem eigenen adventskalender.

Jeden Tag werden wir ein Mittel vorstellen, was sich für die Recherche von Fragen in unserem Gebiet eignet. Davon wird (hoffentlich) schon einiges einigen bekannt sein, aber auch anderes (hoffentlich) noch neu. Jeweils zu den drei Adventswochenenden werden wir unseren Tipp mit einer Recherchefrage koppeln.

neben dem kennenlernen von neuen recherchequellen und aktuellen themen rund um die geschlechterforschung gibt es zusätzlich auch etwas zu gewinnen.

Unser Adventskalender hat einen Hintersinn: Advent ist die Zeit der Vorbereitung auf eine Ankunft – in unserem Falle die Ankunft im Land der Bibliotheken und Archive. Mit den speziellen Recherchemitteln lässt sich viel besser ankommen und auskommen als ohne. … Und vielleicht werden wir auch sehen, ob und welche Mittel noch fehlen.

im ersten fenster des weihnachtlichen kalenders ging es um zeitschriften für die frauen- und geschlechterforschung.

ein hoch auf kritzel und mari*us, die das logo zur aktion entworfen haben.

rohschnitt ist endlich fertig – es geht voran

schnittmaterial

schnittmaterial

den rohschnitt zu meinem dokumentarfilm zum thema “geschlecht in bibliotheken (k)eine frage“, habe ich fertig gestellt.

und dank der hilfreichen tipps und kritiken die ich gestern von mari*us, francis, katrin und mirjam zu meiner bisherigen arbeit bekommen habe, werde ich (hoffentlich) in den nächsten zwei wochen den filmschnitt abschließen können und mich dann auf die schriftliche arbeit konzentrieren können.

es geht voran :-)

suchmaschine selbstgemacht: die minisuchmaschine zur geschlechterforschung wird 500

durch die indizierung der homepage der american library association gay, lesbian, bisexual, and transgendered round table konnte ich heute die 500. seite in den minisucher der geschlechterforschung einarbeiten. ziel dieses projektes ist es, alle wichtigen deutschsprachigen seiten für die geschlechterforschung / gender studies (forschungseinrichtungen, magazine, zeitschriften, weblogs, projekte, texte, …) und einige, mir wichtig erscheindende, englischsprachige seiten als ergänzung zu indizieren und von einem punkt aus durchsuchbar zu machen.

in meinem del.icio.us habe durch die verwendung des tags “gendercrawl” alle 500 indizierten seiten nachgewiesen. falls etwas fehlen sollte, bin ich für hinweise hier im kommentarteil oder als linkempfehlung bei del.icio.us dankbar. :-)

die minisuchmaschine der geschlechterforschung gehört zu den bisher 88 minisuchern im suchmaschinenprojekt opencrawl. das opencrawl-projekt bietet seit 2006 eine einfache möglichkeit eine eigene thematische suchmaschine auf den weg zu bringen. soweit ich das bisher überblicken kann, sind noch keine bibliothekarischen minisucher auf den weg gebracht worden. aber mitmachen ist kein problem. ein minisucher zum thema bibliothek 2.0 wäre sicher etwas feines. ;-)

nachtrag alpha oder beta – neue und alte feminismen im streit

unter dem titel “niedliche feministinnen: die etablierte genderforschung hält „alphamädchen“ für unpolitisch – und sieht sie als werkzeuge neoliberaler kräfte” berichtet im tagesspiegels am 21.05. amory burchard von der diskussion zum thema “feminismus heute”. ich hatte über diese veranstaltung hier bereits berichtet.

findet hier etwas eine ähnliche (notwendige??) auseinandersetzung statt, wie die von chris köver beschriebene aktuelle debatte zwischen alice schwarzer und den “neuen feministinnen”?

Diese Meinungsverschiedenheiten und das gegenseitige Abarbeiten aneinander machen das Arbeiten manchmal verdammt anstrengend. Aber sie sind notwendiger Teil des Feminismus und wir wollen sie nicht missen. (Dumm gelaufen)

findet ein dem feminismus innewohnendes abarbeiten statt oder geht es um die klare abgrenzungen und das recht auf definitionsmacht für einen nicht definierbaren begriff? was meint ihr? worum geht es im streit um die bedeutung von feminismus? was ist der bruch zwischen schwarzers feminismus und den akademischen feminismen und zischen den “neuen” feminismen (feminismus 2.0), der diese heißen debatten auslöst?

ps: schade, dass HOT TOPIC herausgegeben von sonja eismann so selten in einem atemzug mit diesen neueren feministischen publikationen erwähnt wird.

alpha oder beta – ist “alphamädchenfeminismus” = feminismus 2.0

auf der heutigen veranstaltung des zentrums für transdisziplinäre geschlechterstudien wurde unter dem motto “Feminismus heute – ein altes Konzept – ein alter Hut”, von sabine hark, anne koch-rein, deborah ruggieri (auf dem podium) und susanne baer (moderation), zu aktuellen fragen zum feminismus diskutiert. im folgenden findet ihr stichpunktartig die wiedergabe eines mich besonders ansprechenden diskussionszweiges.

feminism by flickr peterkellystudios

die bereits öffentlich vielfach besprochenen bücher “alphamädchen”, “feuchtgebiete” und “neue deutsche mädchen” wurden von einigen teilnehmer_innen des podiums und auch teilnehmer_innen der diskussion in der darstellung ihrer eigenen feministischen positionen immer wieder herangezogen, um sich dann deutlich von “diesem” “alphamädchendiskurs” und dem damit einhergehenden “unpolitischen” “wellnessfeminismus” abzugrenzen.

ich war erschüttert, dass diese drei grundlegend verschiedenen bücher, trotz meiner intervention, immer wieder in einen topf geworfen wurden und teilweise ein aktuell laufender allgemeiner und vor allem “neoliberaler” “alphamädchenfeminismusdikurs” herbeiphantasiert wurde. aber noch schlimmer fand ich die pauschalen verurteilungen “des” “alphamädchenfeminismus” als:

  • unpolitisch (im sinne einer radikalen linken, die durch diesen feminismus handlungsunfähig wird)
  • neoliberal (lieblingswort des abends)
  • heteronormativ und heterosexistisch und damit normierend (diese kritik kann ich aber nachvollziehen)
  • nationalistisch
  • geschichtsvergessen (da bezüge zu den errungenschaften und auseinandersetzungen der früheren feminist_innen fehlen
  • egoistisch

ich habe das buch “alphamädchen” zwar noch nicht ganz durchgelesen (mir fehlen noch die letzten 70 seiten), war aber sehr enttäuscht, dass viele wunderbare ansätze des buches nicht positiv genutzt wurden, um z.B. in den aktuellen außeruniversitären mediendiskurs zu neuen feminismen einzusteigen, um die laufende auseinandersetzung voranzubringen. auch wenn ich einigen kritikpunkten, wie der heteronormativen ausrichtung des buches und einigen ausschlüssen durch den text zustimme, finde ich viele kritikpunkte völlig unberechtigt. und mir wurde am heutigen abend um so mehr klar, was mir bei meiner lektüre dieses buches gefallen hat.

die autor_innen:

  • verwenden eine leicht zugängliche sprache, ohne dabei allzuviel zu pauschalisieren
  • sie scheuen keine kritik an medienmächtigen feministischen ikonen, ohne dabei in einigen punkten  ihre leistungen zu verleugnen
  • sie greifen wichtige alltagsthemen auf (sexualität, verhütung, gewalt, medien, …)
  • sie treten (anders als die meisten akademischen feminist_innen) den antifeministischen diskursen eines peter schirmacher und dem konservativen nationalen mütterlichkeitsbacklash einer eva hermann mutig und öffentlich entgegen
  • sie beziehen deutlich stellung zu wichtigen auseinandersetzungen zu abtreibung, pornographie und sexismus
  • sie mischen sich ein und fordern eine inhaltliche mitgestaltung der neuen räume (web 2.0)
  • sie stellen sich in ihrem weblog öffentlich der diskussion zu ihrem buch und ihrer perspektive auf feminismus

feminism by flickr Cross-stitch ninja

für mich stellen besonders die letzten beiden punkte, die ich mit den begriffen “mitgestaltung, kommunikation und öffentlichkeit” zusammenfassen möchte eine neue und vor allem breite und öffentlichkeitswirksame form der auseinandersetzung mit feminismus dar. diese auseinandersetzung und meine generelle zuneigung zum web 2.0, lässt mich meine eingangsfrage bejahen. die in dem buch “alphamädchen” aufgegriffenen themen und die an diese publikation folgende web 2.0-gestützte auseinandersetzung lassen doch eine zuordnung zum feminismus 2.0 zu – oder?

ich gehe jetzt mal weiter lesen. ;-)

großartige kurse im sommersemster 2008 – oder “lest doch was ihr wollt”

ich begebe mich auf leisen sohlen dem ende meines studiums entgegen, aber ich kann von einigen angeboten meine finger einfach nicht lassen. neben einem seminar mit dem vielversprechenden titel “fragwürdige identitäten” lockt mich das kolloquium “wissen – macht – körper“. aber der absolute höhepunkt für meine leisen sohlen ist der selbstorganisierte lektürekurs der gender studies. in diesem semester findet dieser kurs unter dem motto “lest doch was ihr wollt” statt. gefragt sind lieblingstexte mit einem gender-bezug. hier der Flyer mit der Einladung zur Vorbesprechung SoSe 2008

ich bin jetzt schon hin und her gerissen, was ich wohl vorstellen soll. gelesen habe ich in letzter zeit ein zwei mögliche bücher aber viellleicht habt ihr irgendwelche vorschläge?


suchmaschine zum berufsbild bibliothekar_in

monika bargmann von library mistress hat mit google coop eine suchmaschine zum thema berufsbild der bibliothekar_innen erstellt. eine feine recherchehilfe für meine fragen nach gender in den bibliotheken :-) .

mein eigener versuch eine kleine suchmaschine für die geschlechterforschung (gendercrawl) zu erstellen wächst auch langsam. ich habe derzeit 462 seiten indexiert. falls ihr noch seiten für mich habt, die ich noch nicht aufgenommen habe, könnt ihr diese gern im kommentarteil empfehlen.

ich arbeite bei der erstellung der suchmaschine nicht mit google, sondern mit dem projekt opencrawl des wunderbaren Suma e.V. zusammen.

Forever und immer wieder neu : 10 Jahre Gender Studies an der Humboldt-Universität – ogg-dateien und iso-datei online

leonie und nele in der vorlesung - schnappschuss aus dem film)

mari*us hat heute auf dem web2.0-server des Zentrums für transdisziplinäre Geschlechterstudien (ztg) folgende filmdateien zum download bereit gestellt: (danke mari*us und danke an das ztg;-))

die qualität des films sollte bei diesen formaten etwas besser sein, als bei den bisher im internet zur verfügung stehenden versionen (sevenload und google-video). zum abspielen der ogg-datei könnt ihr zum beispiel den vlc-player benutzen, der zum freien download zur verfügung steht. weitere informationen zum film findet ihr hier. der film steht unter Creative Commons Attribution-Noncommercial – Share Alike 2.0 zur verfügung.über rückmeldungen zum film freuen wir (mirjam mirwald, rosalia falcone, katrin rubel und ich) uns besonders. auch gern hier im kommentarteil des weblogs.

“forever und immer wieder neu – 10 jahre gender studies” und erste partyfotos online

die ersten versionen unseres films sind online. :-) weitere versionen folgen in den nächsten tagen. zu finden ist der film hier: sevenload.com

außerdem gibt es die oben zu sehenden fotos vom geburtstagsfest der gender studies. mit dabei waren spicy tigers on speed und coco lorès.

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