der neu gegründete nono verlags, der sich der veröffentlichung nichtnormativer bücher widmet und der sicher in zukunft einige spannende publikationen veröffentlichen wird, hat sich ein interessantes verlagsprogramm auf die fahne geschrieben:
Wir wollen mit unserem Programm dazu beitragen, dass ansonsten wenig beachtete Erfahrungen und Lebensentwürfe sich in der deutschsprachigen Literatur wiederfinden. Unser Themenschwerpunkt liegt dabei auf gender_queer und trans*. Das heißt, unsere Bücher handeln von Menschen, deren geschlechtliche Identität nicht dem stereotypen Muster von Männern und Frauen entspricht.
ich freue mich, dass “unsa haus” nun in einer zweiten auflage erscheint und so einem breiten publikum zur verfügung stehen wird. am 27.05.2010 feiert der nono verlag diese 2. auflage des kinderbuchs mit lesungen und musik im silver future.
ich habe im rahmen der lesungen der genderbibliothek für volkslesen eine geschichte aus dem buch gelesen. hier meine lesung als ein erster einblick in das buch:
seit ca. einem halben jahr arbeite als studentische hilfskraft für das soziale antiquariat “berliner büchertisch“. meine aufgaben bestehen im bewerten von medien und der eingabe der bücher bei booklooker. außerdem bin ich mitverantwortlich für die koordination des webteams und die inhaltliche ausrichtung der homepage, der facebookangebote und twitter. ich tummel mich also auch weiterhin in den weiten des web2.0.
das webteam hat in den letzten wochen fleißig am neuen internetauftritt des berliner büchertisches gearbeitet und stellt nun die ersten arbeitsergebnisse zur diskussion. alle die sich bis zum 02.04.2010 (23.59 uhr) bei uns per kommentar, tweet oder über facebook melden und uns so ihre meinungen, verbesserungsvorschläge mitteilen nehmen an einer verlosung des büchertisches teil. zu gewinnen gibt es 3 büchergutscheine zu je 150 € aus dem bestand des berliner büchertisches.
in der märzausgabe der bibliothekarischen fachzeitschrift BUB wird auf die bibliothek von peter sodann verwiesen, in der bücher gesammelt werden, die in der deutschen demokratischen republik veröffentlicht wurden.
diese bibliothek mit einem bestand von ca. 500.000 büchern sucht dringend ein neues zuhause und finanzielle unterstützung für die katalogisierung, bestandspflege und aufstellung. hier der videohilferuf des tatort kommissars:
am heutigen tag beginnt in österreich ein prozess gegen 13 tierschützer_innen und tierrechtler_innen. die sendung hörbilder des orf berichtet in einem ausführlichen feature über die aktuelle situation und hintergründe zu dem undemokratischen verfahren, in dem die arbeit von nichtregierungsorganisationen durch den staat österreich kriminalisiert wird.
eine betroffene der staatlichen repressionen berichtet auf einer großdemo gegen den paragraphen über ihre aktuelle situation:
bei dem prozess wird der “mafiaparagraph” § 287a StGB “Mitgliedschaft in einer kriminellen Organisation” in stellung gebracht, um menschen die sich jahrelang für tierrechte eingesetzt haben mundtot und arbeitsunfähig zu machen.
Man wirft den Angeklagten vor, sie hätten durch ihre legale Kampagnenarbeit ihnen unbekannte Personen ideell und indirekt zu Straftaten motiviert. Es geht also um eine ideologische Sippenhaftung, um ein Gesinnungsdelikt. Man will den „Sympathisantensumpf“ angeblich radikaler Gesinnungen austrocknen, indem man legale AktivistInnen in ideologische Sippenhaftung nimmt. (Quelle)
der prozess wird durch aktivist_innen der tierrechtsbewegung dokumentiert. neben der ausführlichen darstellung des prozesses in einem weblog finden sich regelmäßig beiträge in einer facebookgruppe und bei twitter.
ich wollte mich ursprünglich nicht zur debatte um die stetigen entgleisungen des amtierenden vizebundeskanzlers westerwelle äußern. hier aber nun drei hinweise, auf reaktionen zu den vokalentgleisungen eines politikers, dem zur rettung der umfragewerte seiner partei jedes mittel recht ist.
als ersten hinweis verlinke ich den auftritt von fonsi (alias christian springer), der mich besonders stark beeindruckt hat:
als drittes bleibt mir der hinweis auf miriam meckel, die sich in überzeugender weise in ihrem blogeintrag “brandung beigelegt” mit dem argumentationskonstrukt [westerwelle, die] auseinandergesetzt hat.