Umfrage zur Bedeutung des Geschlechts im Bibliothekswesen bis zum 26.11.verlängert

Wir bedanken uns für die ersten Antworten und Rückmeldungen zu unserer Umfrage. Wir haben uns entschlossen die Teilnahme an der Umfrage bis zum 26.11.2010 zu verlängern. Die neuen Antworten werden ebenfalls bei der Verlosung der Büchergutscheine berücksichtigt. Die Gewinner_innen werden am 29.11.2010 bekannt gegeben.

Im Rahmen unserer Abschlussarbeiten an der FH Potsdam (Dipl.) und der Humboldt-Universität zu Berlin (Mag.) möchten wir herausfinden, welche Rolle Geschlecht in Ihren Bibliotheken spielt. Unsere Umfrage richtet sich an Bibliothekar_innen.

Dazu möchte wir Sie herzlich bitten, an einer kurzen Umfrage (ca. 10 Minuten) unter folgendem Link teilzunehmen: http://tinyurl.com/genderinbib

Unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir 3 Buchgutscheine des Berliner Büchertisches (http://www.buechertisch.org/) im Wert von 1 mal 100€ und 2 mal 50€. Die Verlosung der Buchgutscheine aus dem Warenbestand (Laden und Onlinehandel) des Berliner Büchertisches erfolgt am 16.11.2010. Die GewinnerInnen werden per E-Mail informiert.

Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie uns unter: genderinbibATonline.de, http://twitter.com/genderinbib

Die Ergebnisse der Umfrage werden wir ab Frühjahr 2011 über Twitter sowie über verschiedene Mailinglisten veröffentlichen.

Für Ihre Teilnahme bedanken wir uns bereits im Voraus recht herzlich!

Mit freundlichen Grüßen,

Anastasia Schadt & Danilo Vetter

nur nur noch bis zum 26.11. – Umfrage zur Bedeutung des Geschlechts im Bibliothekswesen

Im Rahmen unserer Abschlussarbeiten an der FH Potsdam (Dipl.) und der Humboldt-Universität zu Berlin (Mag.) möchten wir herausfinden, welche Rolle Geschlecht in Ihren Bibliotheken spielt. Unsere Umfrage richtet sich an Bibliothekar_innen.

Dazu möchte wir Sie herzlich bitten, an einer kurzen Umfrage (ca. 10 Minuten) unter folgendem Link teilzunehmen: http://tinyurl.com/genderinbib

Unter allen TeilnehmerInnen verlosen wir 3 Buchgutscheine des Berliner Büchertisches (http://www.buechertisch.org/) im Wert von 1 mal 100€ und 2 mal 50€. Die Verlosung der Buchgutscheine aus dem Warenbestand (Laden und Onlinehandel) des Berliner Büchertisches erfolgt am 16.11.2010 26.11.2010. Die GewinnerInnen werden per E-Mail informiert.

Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie uns unter: genderinbibATonline.de, http://twitter.com/genderinbib

Die Ergebnisse der Umfrage werden wir ab Frühjahr 2011 über Twitter sowie über verschiedene Mailinglisten veröffentlichen.

Für Ihre Teilnahme bedanken wir uns bereits im Voraus recht herzlich!

Mit freundlichen Grüßen,

Anastasia Schadt & Danilo Vetter

weißsein in bibliotheken – änderung der personennormdatei (pnd) für may ayim

auf grund des protestes vom rechtsanwalt rüdiger helm musste der eintrag in der personennormdatei (pnd) zur dichterin may ayim geändert werden. may ayim wurde in der pnd als “Dt. Schriftstellerin aus Ghana stammend” geführt, obwohl sie in hamburg geboren wurde.

den protest und die antwort der deutschen nationalbibliothek dokumentiert der braune mob unter: Deutsche Nationalbibliothek berichtigt Eintrag zu May Ayim.

und ein blick in die wikipedia hätte diesen eintrag in die pnd sicherlich verhindern können.

vielleicht kann ausgehend von diesem beispiel eine neue und sicherlich notwendige diskussion zu rassifizierungen und weißsein im biliothekswesen (klassifikationen, normdateien, schlagwortlisten, thesauri, aufstellung, bestand, etc.) geführt werden. erste vorarbeiten gibt es ja bereits. so zum beispiel die magisterarbeit von ben witte mit dem titel: “Kritische Analyse von Benennungen und Begriffen in deutschsprachigen Schlagwortkatalogen, Klassifikationen und Thesauri”. ach ja -  diese wurde leider wieder aus dem opac der universitätsbibliothek der humboldt-universität entfernt äh “ausgesondert”.

obdachlos trotz arbeit – 26 stunden bibliotheksarbeit reichen nicht für die miete

wenn das geld für die arbeit nicht mehr zum leben reicht. die bloggerin julie lacoste arbeitet 26 stunden in der woche in der pariser bibliothek der jura-universität und doch reicht diese arbeit nicht aus, um sich in paris eine eigene wohnung zu leisten. die mutter von zwei kindern ist obdachlos und berichtet in ihrem blog un temps de retardJOURNAL DE BORD D’UNE MERE SANS LOGEMENT aus ihrem leben.

Jedes Mal, wenn es geht, meist in der Mittagspause der Bibliothek, schaltet Julie ihren Computer ein, den sie immer in ihrem Rucksack mitschleppt und erzählt ohne Pathos ihren Kampf, um ein Dach über den Kopf zu finden. Manchmal optimistisch, wenn sie Antworten und aufmunternde Angebote erhält, oft müde und deprimiert: „Diese Situation macht mich kaputt. Ich bin total erschöpft, ich kann nicht mehr richtig schlafen, werde immer ungeselliger und habe nicht mehr die Kraft zu unternehmen, was ich unternehmen müsste“, schreibt sie am 6. März 2009. (taz)

schätze zur berliner bibliotheksgeschichte im ffbiz gehoben – bibliothekar_innen sammelt euch selbst!

auf der suche nach füllmaterial (schnittbilder für meinen film) erhielt ich tatkräftige unterstützung durch prof. ursula nienhaus, der leiterin des ffbiz .

San Jose State Wahlquist / Library North (1942-2000) by san jose library (flickr)

San Jose State Wahlquist / Library North (1942-2000) by san jose library (flickr)

ich habe heute nachmittag ca. 50 bilder aus den anfängen der öffentlichen bibliotheken berlins gesichtet und einige für die vewendung in meinem film ausgewählt. die bilder stammen aus dem “fotoalbum meinicke” und sie dokumentieren die bibliothekarische arbeitswelt in der berliner stadtbücherei charlottenurg um 1905.

meine freude über den fund verstärkte sich, als mir die hilfsbereite archivarin noch einige vhs-kassetten zur sichtung angeboten hat. diese kassetten enthalten interviews, die prof. frank heidtmann in den 1990er jahren mit berliner bibliothekar_innen (zb. geführt hatte. ich habe die interviews kurz eingesehen und bin schwer begeistert, dass diese wichtigen zeugnisse berliner bibliotheksgeschichte erhalten geblieben sind. ein unglaublicher schatz bibliothekarischer oral history. so habe ich z.b. gelernt, dass es in berlin bereits einmal für 10 jahre ein bibliotheksgesetz gegeben hat.

danke an frank heidtmann, der umsichtig diese bestände vor der vernichtung bewahrt hat. und ein dankeschön an ursula nienhaus, die diese und viele andere materialien des 1994 fusionierten instituts für bibliothekswissenschaft der fu berlin für die nachwelt im ffbiz aufbewahrt hat.

San Jose State Wahlquist / Library North (1942-2000) by san jose library (flickr)

San Jose State Wahlquist / Library North (1942-2000) by san jose library (flickr)

für studierende der bibliothekswissenschaft lassen sich sicherlich noch einige interessante materialien für ba- oder magister-bzw. masterarbeiten zur bibliotheksgeschichte und vor allem zur geschichte der berliner bibliothekswissenschaft im ffbiz entdecken. vielleicht finden sich ja ein- oder zwei geldgeber_innen, die durch ihre finanzierung ermöglichen, dieses videoprojekt weiter zu führen.

das heutige erlebnis ist aber nicht nur mit ausgelassener freude verbunden, sondern ich stelle mir erneut die frage, warum bibliotheken, die oft als kulturelles gedächtnis gedacht werden, sich und ihre geschichte so wenig sammelns- bzw. erhaltenswert finden. es fehlt ein museum oder archiv für bibliotheksgeschichte, in dem die geschichte einer so wichtigen einrichtung erlebbar und vor allem erinnerbar bleibt.

neues vom filmprojekt – running librarians und brilliant ideas als filmmusik

rohschnitt gucken by marius.zierold (flickr)

rohschnitt gucken by marius.zierold (flickr)

der schnitt meines dokumentarfilms geht nun wirklich dem ende entgegen. im november/dezember gehe ich noch für eine woche in den schnittraum, um an ein bis zwei toneinstellungen und an einem trailer zu arbeiten. und dann ist der filmische teil meiner arbeit endlich fertig. :-)

die filmmusik steht mittlerweile auch fest. ich habe mich für folgende titel entschieden. beide stücke habe ich bei jamendo gefunden. viel spass beim reinhören:

danke an torley und per boysen, dass sie ihre musik unter verwendung einer creative commons lizenz bereit gestellt haben.

für den schriftlichen teil werde ich in den nächsten tagen häufiger in der berliner stadtbibliothek anzutreffen sein, um die materiallage für meine diskursanalyse zur frage “geschlecht – (k)ein thema in bibliotheken?” besser einschätzen zu können.

rohschnitt ist endlich fertig – es geht voran

schnittmaterial

schnittmaterial

den rohschnitt zu meinem dokumentarfilm zum thema “geschlecht in bibliotheken (k)eine frage“, habe ich fertig gestellt.

und dank der hilfreichen tipps und kritiken die ich gestern von mari*us, francis, katrin und mirjam zu meiner bisherigen arbeit bekommen habe, werde ich (hoffentlich) in den nächsten zwei wochen den filmschnitt abschließen können und mich dann auf die schriftliche arbeit konzentrieren können.

es geht voran :-)

gender in bibliotheken: 2. maskulinistische erinnerungskultur – die kalendertipps im BuB

ursprünglich wollte ich eine themenreihe starten, die sich ausschließlich mit sprache und gender in bibliotheken beschäftigt. nun, nach der neusten ausgabe der “bub” und nach einigen erlebnissen in der letzten zeit, weite ich meine reihe thematisch aus und benenne meine reihe in gender in bibliotheken um. hier nun der zweite teil: maskulinistische erinnerungskulturen in den kalendertipps des BuB.

in der aktuellen ausgabe 60(2008)7-8 der bibliothekarischen zeitschrift bub findet sich auf der seite 547 eine spalte mit wichtigen daten (kalendertipps). hier scheint es sich um termine zu handeln, die für bibliothekar_innen wichtig sind. doch irgendetwas war für mich faul an dieser liste. nach einigem überlegen war mir auch klar, was es war. mich störte die art der erinnerungskultur. insgesamt wurden 60 termine für die sechs monate januar 2009 bis juni 2009 aufgeführt. von diesen 60 ausgewählten terminen erinnern:

also beträgt das verhältnis der zu würdigenden termine 6 : 7 : 47.

dieses ergebnis kann sicherlich viele ursachen haben. doch spricht es absolut nicht für eine der wichtigsten bibliothekarischen fachzeitschriften, wenn ein solches geschlechtermissverhältnis unreflektiert abgebildet wird. durch diese darstellung maskulinistischer erinnerungskultur werden frauen und damit auch erbrachte leistungen von frauen in kultur, kunst und politik sowie wissenschaft unsichtbar gemacht. bevor jetzt das argument kommt, aber welche frauen sollen wir in diese kalendertipps aufnehmen? an dieser stelle noch zwei recherchetipps:

dabei bietet allein die wikipedia einen unerschöpflichen datenstrom an frauen, die einer erinnerung würdig sind. gesucht werden muss in der freien enzyklopädie nur durch die eingabe der url: http://de.wikipedia.org/wiki/1939 und dann kann ich mir schon monate aussuchen, in denen menschen geboren wurden oder gestorben sind.

noch einfacher ist die suche nach runden geburts- und todestagen in der frei zugänglichen datenbank fembio. diese datenbank bietet zur zeit angaben zu 6.811 berühmten frauen an. eine suche nach geburtsjahr und todesjahr ist ebenfalls möglich. im geburtsjahr von helmut karasek werden 34 frauen und im geburtsjahr von gerhard schröder 35 frauen nachgewiesen.

ich denke nachsitzen und hausaufgaben machen ist das einzige, was ich hier noch raten kann. und beim nächsten mal beser machen. ich biete auch gern meine hilfe an.

eine ebene, die ich mir noch nicht genau angesehen habe, ist die repräsentation von Weißen menschen in diesen kalendertipps. aber vermutlich dominieren nicht nur die herren der schöpfung die erinnerungen, sondern auch zum großen teil Weiße westliche menschen.

literaturverwaltung für alle!! – keine linuxversion von citavi und bibliographix

ich bin zur zeit dabei für meine anstehende diskursanalyse geeignete programme zur verwaltung meiner literatur zu suchen und auszutesten. die humboldt-universität bietet mir im rahmen einer campuslizenz die nutzung von Citavi kostenlos an und aus alten windowszeiten besitze ich noch eine lizenz für Bibliographix. beide programme sind in meinen augen sehr gelungene angebote zur verwaltung von literatur. leider wird von beiden anbieter_innen keine version für das betriebssystem linux angedacht :-( .

Frage:
Ich verwende einen Linux-Rechner und möchte gerne Citavi nutzen – geht das?
Antwort:
Leider verfügen wir mittelfristig nicht über die Ressourcen, eine Linux-Variante von Citavi zu erstellen.
Wir wissen von einigen Usern, die Citavi in einer Windows-Emulation einsetzen. So schreibt uns ein Anwender: “Mit einem Emulator (ich benutze Qemu, gebräuchlicher ist, glaube ich, Vmware) lasse ich ein komplettes Windows XP unter Linux laufen und in diesem wiederum Citavi. Der Ordner mit meinen Citavi-Projektdateien läßt sich in den Emulator wie eine  Festplatte einbinden. Ein Betriebssystem in einem anderen laufen zu lassen, braucht natürlich eine Menge Rechenleistung und verlangsamt die Reaktionen des Programmes entsprechend.” (Quelle)

Der Marktanteil von Apple Mac und die Zahlungsbereitschaft der Linux – Community ist leider nicht groß genug, als das eine Portierung von Bibliographix auf diese Plattformen betriebswirtschaftlich vertretbar wäre. Für die Windows – Emulatoren Win4Lin, Virtualbox und WINE haben wir positive Installationsberichte von Nutzern bekommen. Mit Virtual PC ist Bibliographix auch auf dem Mac lauffähig (nach Nutzermeldungen allerdings eher langsam) Über die Lauffähigkeit unter anderen Emulatoren ist uns nichts bekannt.

Eine eigene Mac- oder Linux – Version ist derzeit nicht in Planung. (Quelle)

naja – in der argumentation der beiden anbieter_innen spielen zeit und geld die größte rolle ein betriebssystem zu bevorzugen. die bisher vorgeschlagenen lösungen mit emulatoren zu arbeiten  empfinde ich als unbefriedigend, da sie die leistungen meines rechners deutlich verlangsamen. ich werde mich am wochenende und in der nächsten woch mit JabRef beschäftigen und hoffe, dass es für meine ansprüche reicht. oder ich muss weiterhin damit leben, sowohl ubuntu als auch windows-xp auf meinem rechner installiert zu haben :-( und für die arbeit mit den, von mir bevorzugten, literaturverwaltungsprogrammen auf die ungeliebte windowsebene umzuziehen.

oder gibt es noch andere programme bzw. lösungen, wie ich citavi oder bibliographix nutzen kann?

magisterarbeit – timecode, schnitt und lesen

mini dv

hier der neuste stand zu den kleinen fortschritten zu meiner magistraarbeit. ich werde ab dem 10. juni für 5 wochen in den schnittraum abtauchen. und bis dahin muss ich noch meine 12 mini-dv’s ansehen und fleißig timecodelisten schreiben.

außerdem fange ich in dieser woche an die beiden bibliothekarischen zeitschriften (bibliotheksdienst und BuB – forum für bibliothek und information) für meine diskursanalyse zu sichten und als drittes suche ich für meinen theoretischen teil einiges an literatur. derzeit lese ich vorwiegend texte zum thema “frauenberufe” oder zur feminisierung von berufen.

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