Ich glaub man kann das ja sogar studieren, was lernt man denn da ? Katalogisieren ist das heutzutage noch so aufwendig? (Ich meine übrigens richtige Bibliothekare und keine Buchhändler) Ich wollt das nur mal so aus Interesse wissen….
die bisher am höchsten bewertete antwort ist die kopie der berufsbeschreibung der arbeitsagentur. aber da geht doch noch etwas mehr – oder? also was lernen bibliothekar_innen eigentlich so lange?
am 21. april startet die unesco eine eigene digitale bibliothek. die bibliothek soll in sieben sprachen (arabisch, chinesisch, englisch, französisch, portugiesisch, spanisch und russisch) durchsuchbar sein. das angebot wird durch einige nationalbibliotheken unterstützt.
Auf einer Website werde dann kostenlos eine Auswahl an Büchern, Manuskripten und Audio-Dokumenenten aus Bibliotheken und Archiven weltweit zur Verfügung gestellt, teilte die Organisation in Paris mit. Ziel des Projekts sei “die internationale Verständigung” sowie die Versorgung von Lehrern, Schülern und Öffentlichkeit mit Studienmaterial. Es solle auch dazu beitragen, “die digitale Kluft” zwischen armen und reichen Ländern zu überwinden. (google-news)
bei ci-jou stellt GUMMIBROETCHEN das gedicht “lieber bibliothekar” zu einem erlebnis in der bibliothek zur verfügung un bietet damit einen interessanten einblick in die perspektive von einigen nutzer_innen von bibliotheken.
Lieber Bibliothekar,
ich war neulich doch mal da
und jetzt wieder! Und ich such
noch mal dieses grüne Buch (weiterlesen)
glauben wir der kolumne “zu kurz um abzuheben” in der wiener zeitung, dann haben bibliothekare zu wenig testosteron und zu kleine mittelfinger.
“Aber Wickerl, wieso willst denn Bibliothekar werden?” – “Weil ich für Astronaut einen zu kurzen hab, Mama.” Armer Wickerl. Doch Anatomie ist eben Schicksal. (Quelle)
nun warte ich aber auf den gegenbeweis. fotos her ihr bibliothekar_innen dieser welt.
in der john sinclair folge die dämonenhochzeit spielt ein bibliothekar eine wesentliche rolle: als besessener handlanger des schwarzen todes:
Während seinen Untersuchungen fällt Sinclairs Verdacht auf Viktor Gonsior, den Bibliothekar des Völkerkunde-Instituts. Gonsior beherrscht die schwarze Kunst des Voodoo. Wie sich herausstellt, will der Voodoomeister die drei toten Frauen mit seiner finsteren Fähigkeit wiederbeleben. Ohne es zu ahnen, wird er dabei vom Herrscher der Dunkelheit, dem ‘Schwarzen Tod’ gesteuert. Der grausame Dämon will die Seelen der drei Toten für seine Zwecke benutzen. Mit ihnen will er die seit 500 Jahren verschollene Leiche der ‘Fürstin der Finsternis’ wieder erwecken. (cinefacts)
in einer pressemitteilung des zdf weist der sender auf die zweiteilige dokumentation “Index – Die schwarze Liste des Vatikan” hin. in den filmen von cristina trebbi und christel fomm werden die spuren einer 400-jährigen geschichte der zensur und buchverbote durch den vatikan nachgezeichnet.
neben der auseinandersetzung mit zensur, freue ich mich besonders auf die einblicke in die geheimen bibliotheken und archive des vatikan.
Wolf von Lojewski und Prof. Hubert Wolf betreten bislang verschlossene Räume und sichten in den vatikanischen Bibliotheken jahrhundertealte Dokumente und Akten, die ein Spiegelbild der europäischen Geistesgeschichte sind. In Teil 1 der Dokumentation “Index” rollen sie die Fälle Luther, Galileo und Darwin neu auf. In Teil 2 geht es um die Rolle der Zensur nach der Aufklärung. Wolf von Lojewski will wissen, warum Heinrich Heine auf dem Index landet, warum der Bestseller von Harriett-Beecher Stowe “Onkel Toms Hütte” in Verdacht gerät und wie die Indexkongregation über die Schriften von Karl Marx und Adolf Hitler urteilte. (Presseankündigung)
die dokumentation wird am dienstag, 7 April 2009, 22.45 Uhr und am Mittwoch, 8. April 2009, 22.15 Uhr, ausgestrahlt.
wenn das geld für die arbeit nicht mehr zum leben reicht. die bloggerin julie lacoste arbeitet 26 stunden in der woche in der pariser bibliothek der jura-universität und doch reicht diese arbeit nicht aus, um sich in paris eine eigene wohnung zu leisten. die mutter von zwei kindern ist obdachlos und berichtet in ihrem blog un temps de retard – JOURNAL DE BORD D’UNE MERE SANS LOGEMENT aus ihrem leben.
Jedes Mal, wenn es geht, meist in der Mittagspause der Bibliothek, schaltet Julie ihren Computer ein, den sie immer in ihrem Rucksack mitschleppt und erzählt ohne Pathos ihren Kampf, um ein Dach über den Kopf zu finden. Manchmal optimistisch, wenn sie Antworten und aufmunternde Angebote erhält, oft müde und deprimiert: „Diese Situation macht mich kaputt. Ich bin total erschöpft, ich kann nicht mehr richtig schlafen, werde immer ungeselliger und habe nicht mehr die Kraft zu unternehmen, was ich unternehmen müsste“, schreibt sie am 6. März 2009. (taz)
bildungsklick.de berichtet über die ergebnisse der minister_innenkonferenz. während des treffens in berlin setzten sich die ministerpräsident_innen für die einrichtung einer deutschen digitalen bibliothek (ddb) ein, die in die europäische digitale bibliothek (edb) eingebunden werden soll.
Die Kultusministerkonferenz und die Finanzministerkonferenz sind nunmehr von den Regierungschefs beauftragt worden, ein Verwaltungs- und Finanzierungsabkommen über die Errichtung, Trägerschaft und den Betrieb der DDB mit der Bundesregierung abzustimmen. Mit ihrer Errichtung soll die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands in Wissenschaft, Forschung und Bildung gesichert werden. Zugleich sehen die Regierungechefs in der DDB einen Beitrag dazu, das einzigartige kulturelle Erbe der Bundesrepublik in Form von Beständen von Bibliotheken, Archiven, Museen sowie Rundfunk- und Filmarchiven für jedermann zugänglich zu machen. Für den Aufbau der DDB sowie zur Unterstützung der Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen bei der Digitalisierung wird ein Kompetenznetzwerk geschaffen, dem als Träger der DDB der dauerhafte Betrieb der zentralen Infrastruktur obliegt. Die Daten werden dezentral in den Einrichtungen gehalten. Für 2010 ist die Inbetriebnahme der DDB als Prototyp geplant. Derzeit läuft eine Digitalisierungskampagne der Werke des 18. Jahrhunderts.
am 20.03.2009 berichteten elke hofmann und christian schmitt im deutschlandradio kultur unter dem titel eselsohren erlaubt über das buch “kein buch“.
das taschenbuch keinbuch lädt unter dem motto “nicht lesen – machen” die nutzer_innen ein, sich einmal ganz anders mit dem medium buch auseinander zu setzen. im radiobeitrag wirft die bibliothekarin ute wolter, die als testperson agiert, das buch an die wand, zerreißt buchseiten oder tackert seiten zusammen.
Keine Eselsohren, bloß keine Fettflecken, nicht verknicken und bitte auf gar keinen Fall mit Wasser in Berührung bringen! So ein Quatsch.
Für das KeinBuch gelten keine Verbote. Es will benutzt werden und soll hinterher auch so aussehen. KeinBuch, das sind: 86 Dinge, die du schon immer mit einem Buch tun wolltest, aber nie durftest. 86 Dinge, die dein Leben verändern werden. (homepage)
die besitzer_innen des keinbuchs dokumentieren auf youtube die umsetzung der 86 anweisungen. hier zum beispiel wird keinbuch gasi geführt:
bisher findet sich das buch in nicht allzuvielen bibliotheken. eine rechreche im kvk ergab lediglich 2 deutschsprachige bibliotheken, die das buch in ihrem bestand führen. auch der berliner verbund der öffentlichen bibliotheken hat leider bisher noch kein exemplar zur benutzung erworben. warum nur?
tech pi und mali bui – ein außerirdisches wesen und ein schmetterling treten an, um grundschüler_innen informationskompetenz näher zu bringen. so führt zum beispiel die geschichte das inforadar in die grundlagen der recherche und in die bewertung von informationsquellen ein. klar – das dabei bibliotheken auch eine rolle spielen.
Lehrkräfte können das Modul “Das Inforadar” kostenfrei nutzen. Nach einer einfachen Registrierung stehen neben der Themengeschichte mit den Lernaufgaben weitere Werkzeuge zur Verfügung. Lehrkräfte können beispielsweise eigene Aufgaben in die Umgebung integrieren. Die Lernenden haben dann die Möglichkeit, diese Aufgaben mit eigenen Notizen, Dokumenten, Bildern und Tönen zu verknüpfen. Diese Notizen können wiederum von Mitschülerinnen und Mitschülern kommentiert werden. So lernen die Kinder nebenbei auch die Möglichkeiten des Web 2.0 in einem geschützten Raum kennen. (bildungsklick)