wer wird wohl das nächste bibcamp durchführen? wohin wird h*rst bibli im nächsten jahr reisen? ich jedenfalls werde dem biber nachreisen :-), um mich mit dem thema bibliothek 2.0 wieder auf so angenehme art auseinender setzen zu können.
interessanter weise begann das bibcamp 2008 in potsdam nicht mit einem versuch, den begriff “bibliothek 2.0″ zu umschreiben, sondern mit einer diskussion um kritikpunkte am schlachtruf bibliothek 2.0. hier eine sammlung der für mich wichtigsten punkte:
zu kleine nutzer_innenanzahl von bibliothekarischen web 2.0 angeboten
“bibliothek 2.0″ impliziert, dass es eine bibliothek 1.0 gab, die alt und überholt sei
bibliothek 2.0 ist lediglich ein weiterer versuch das image von bibliotheken und bibliothekar_innen aufzumöbeln
“2.0″ ist generell ausgebrannt und transportiert keine inhalte
mhm - ich hoffe, dass nach dem bibcamp einigen dieser punkte etwas entgegen gesetzt werden kann
heise online berichtet unter dem titel “billiges xp nur für schlappe nootbooks” über ein besonders günstiges softwareangebot von microsoft an die hersteller_innen von billigen nootebooks. bisher benutzen diese anbieter_innen das open source-system linux.
Die Lizenzvergabe soll jedoch an strenge Reglements gebunden sein, berichten US-Medien unter Berufung auf ein vertrauliches Microsoft-Dokument, dass einige PC-Hersteller erhalten hätten. Demnach dürfe die Software nur in Verbindung mit Notebooks verwendet werden, deren Displays nicht größer als 10,2 Zoll ist und deren Festplatte nicht mehr als 80 GByte Daten fasst. Auf keinen Fall dürfen die Geräte mit einem Touchscreen ausgestattet sein.
klar - das sich microsoft um den marktanteil sorgt, denn wer einmal die vorzüge eines linux-betriebssystems genossen hat, wird sicherlich beim kauf des nächsten rechners nicht mehr zu windows zurückkehren.
der konkurrenzkampf zwischen den beiden betriebssystemen geht wohl in die nächsten runden. wobei, für mich, linux bisher klar in führung liegt. aber seht selbst, wie es aus geht. der kampf möge beginnen:
ich bin zur zeit dabei für meine anstehende diskursanalyse geeignete programme zur verwaltung meiner literatur zu suchen und auszutesten. die humboldt-universität bietet mir im rahmen einer campuslizenz die nutzung von Citavikostenlos an und aus alten windowszeiten besitze ich noch eine lizenz für Bibliographix. beide programme sind in meinen augen sehr gelungene angebote zur verwaltung von literatur. leider wird von beiden anbieter_innen keine version für das betriebssystem linux angedacht :-(.
Frage:
Ich verwende einen Linux-Rechner und möchte gerne Citavi nutzen - geht das? Antwort:
Leider verfügen wir mittelfristig nicht über die Ressourcen, eine Linux-Variante von Citavi zu erstellen.
Wir wissen von einigen Usern, die Citavi in einer Windows-Emulation einsetzen. So schreibt uns ein Anwender: “Mit einem Emulator (ich benutze Qemu, gebräuchlicher ist, glaube ich, Vmware) lasse ich ein komplettes Windows XP unter Linux laufen und in diesem wiederum Citavi. Der Ordner mit meinen Citavi-Projektdateien läßt sich in den Emulator wie eine Festplatte einbinden. Ein Betriebssystem in einem anderen laufen zu lassen, braucht natürlich eine Menge Rechenleistung und verlangsamt die Reaktionen des Programmes entsprechend.” (Quelle)
Der Marktanteil von Apple Mac und die Zahlungsbereitschaft der Linux - Community ist leider nicht groß genug, als das eine Portierung von Bibliographix auf diese Plattformen betriebswirtschaftlich vertretbar wäre. Für die Windows - Emulatoren Win4Lin, Virtualbox und WINE haben wir positive Installationsberichte von Nutzern bekommen. Mit Virtual PC ist Bibliographix auch auf dem Mac lauffähig (nach Nutzermeldungen allerdings eher langsam) Über die Lauffähigkeit unter anderen Emulatoren ist uns nichts bekannt.
Eine eigene Mac- oder Linux - Version ist derzeit nicht in Planung. (Quelle)
naja - in der argumentation der beiden anbieter_innen spielen zeit und geld die größte rolle ein betriebssystem zu bevorzugen. die bisher vorgeschlagenen lösungen mit emulatoren zu arbeiten empfinde ich als unbefriedigend, da sie die leistungen meines rechners deutlich verlangsamen. ich werde mich am wochenende und in der nächsten woch mit JabRef beschäftigen und hoffe, dass es für meine ansprüche reicht. oder ich muss weiterhin damit leben, sowohl ubuntu als auch windows-xp auf meinem rechner installiert zu haben und für die arbeit mit den, von mir bevorzugten, literaturverwaltungsprogrammen auf die ungeliebte windowsebene umzuziehen.
oder gibt es noch andere programme bzw. lösungen, wie ich citavi oder bibliographix nutzen kann?
nachdem ich meinen rechner mit einem mausklick auf die neuste version von ubuntu (hardy heron) umgestellt hatte, konnte ich auch die neuste version meines lieblingsbrowsers firefox 3 ausgiebig testen. leider konnte und kann ich einige erweiterungen für die neuste version von firefox (noch) nicht benutzen. das galt bis vor kurzem auch für eine meiner lieblingserweiterungen “del.icio.us post” :-(.
im deliciousblog findet sich seit dem 30.04. ein hinweis auf das wunderbare plugin, mit dem ein einfaches tagging von lesezeichen wieder möglich ist. das neue plugin findet ihr hier.
wer sich noch fragt, warum überhaupt social bookmarking benutzen? - kann sich ja dieses video ansehen:
das projekt unisolar berlin versucht auf dem mensadach der freien universität eine 600m² große photovoltaikanlage zu errichten. finanziert werden soll diese anlage durch verzinste darlehen von studierenden und anderen anleger_innen. hier reiht sich die freie universität in eine reihe von projekten ein, die sich in dem netzwerk unisolar zusammengeschlossen haben.
eine großartige idee, von der sich auch einige bibliotheken inspirrieren lassen könnten. die nutzer_innen finanzieren mit verzinsten darlehen ihr licht zum nutzen der eigenen bibliothek:-). und von den zinsen können sie gleich ihre jahresgebühren bezahlen ;-). bibliotheksdächer sollte es da ja genug geben. ja - und selbst eine fahrbibliothek kann solarstrom nutzen.
am 16./17.05.2008 werde ich meine texte für die magistraarbeit einfach fallen lassen und an der bibcamp teilnehmen. die bisher vorgeschlagenen themen zur diskussion und präsentation: bibliothek und entertainment, online-identitäten, auskunft 2.0, informationskompetenz 2.0, … lassen mein “web 2.0-herz” lebhafter und höher hüpfen. ein großes lob und danke an die organisator_innen dieses barcamps.
hier der neuste stand zu den kleinen fortschritten zu meiner magistraarbeit. ich werde ab dem 10. juni für 5 wochen in den schnittraum abtauchen. und bis dahin muss ich noch meine 12 mini-dv’s ansehen und fleißig timecodelisten schreiben.
außerdem fange ich in dieser woche an die beiden bibliothekarischen zeitschriften (bibliotheksdienst und BuB - forum für bibliothek und information) für meine diskursanalyse zu sichten und als drittes suche ich für meinen theoretischen teil einiges an literatur. derzeit lese ich vorwiegend texte zum thema “frauenberufe” oder zur feminisierung von berufen.
sie spricht sich gegen “Raubkopien” aus, die kein “Kavaliersdelikt” sind und sie weiß, “das Herunterladen von Computern ist eine Sache, vor der nationale Grenzen nicht schützen können.” statt über neue vertriebsformen von kunst nachzudenken setzt sich die kanzlerin für den erhalt eines längst überholten urheber_innenrechts ein. und wie können künstlerische “Leistungen in gebührendem Maße anerkannt werden” und ein effektiv funktionierendes urheber_innenrecht geschaffen werden? ja - ganz einfach durch den aufbau von barrieren.
Aber es geht darüber hinaus auch darum, die Leistungen von Künstlern, Komponisten, Schriftstellern, Journalisten zu achten und zu schützen und hier – gerade angesichts neuer technischer Entwicklungen – Barrieren aufzubauen.
insgesamt reiht sich die kanzler_in mit diesem beitrag in die reihe einiger anderer politischer entscheidungsträger_innen ein:
fazit: hausaufgaben nicht gemacht - 6 setzen. und am besten nachhilfe oder auf einen kreativen und künstlerischen umgang mit dieser unkenntnis hoffen:
nach der heutigen niederlage der “tempelhofritter_innen” beim ersten berliner volksentscheid, bleibt die frage nach der weiteren nutzung des flughafengeländes offen.
ich würde mich freuen, wenn der zentral- und landesbibliothek berlin (zlb) einige gebäude auf dem gelände zur verfügung gestellt werden würden. durch die ansiedlung der berliner landesbibliothek mit ihrer umfangreichen sammlung zum thema berlin dürfte auch für die nostalgischen flughafenbefürworter_innen ein ort der erinnerung und des gedenkens entstehen. das bücher und fliegen ganz leicht zusammen denkbar sind, lässt sich mit diesem bild wohl am besten verdeutlichen:
außerdem steht, meiner meinung nach, die zusammenführung der beiden häuser der zlb seit einiger zeit aus und im drittgrößten gebäude der welt sollte doch platz für die meistbesuchte kultur- und bildungseinrichtung der stadt sein. und hoffentlich findet im fall der fälle eines umzugs das buch “die bibliothek” von umberto eco bei der planung des flughafenbibliotheksgeländes berücksichtigung. dort heißt es:
“Wenn also die Bibliothek, wie es Borges will, ein Modell des Universums ist, so sollten wir versuchen, sie in ein dem Menschen gemäßes Universum zu verwandeln, und dem Menschen gemäß, ich wiederhole es, heißt auch fröhlich, auch mit der Möglichkeit, einen Kaffee zu trinken, auch mit der Möglichkeit, daß Studentenpärchen einen Nachmittag lang auf dem Sofa sitzen können, nicht um sich dort abzuknutschen,sondern um einen Teil ihres Flirts zwischen Büchern auszuleben, Büchern von wissenschaftlichem Interesse,die sie sich aus den Regalen holen und wieder zurückstellen. Mit einem Wort: eine lustvolle Bibliothek,in die man gerne geht und die sich allmählich in eine große Freizeitmaschine verwandelt, wie das Museum of Modern Art in New York, wo man ins Kino gehen, durch den Garten schlendern, die Statuen betrachten und eine komplette Mahlzeit einnehmen kann.” (Eco: Die Bibliothek. München 1987, S. 38).
Wir haben - ehrlich gesagt - nicht mit einem so großen Interesse an unserem Filmprojekt gerechnet. Um so größer ist unsere Freude, dass wir bereits heute die 10.003. Besucher_in, seit dem Umzug unseres Weblogs ( 11. Februar), auf unserer Seite registrieren durften. Danke an alle, die uns bisher so großartig unterstützt haben.
Das Erreichen dieser runden [...]
Unser Film wird am 24.05.2008 um 16.00 Uhr auf dem Tübinger Medienfestival plattform#6 [nobudget] laufen. Wir freuen uns bereits besonders auf die Teilnahme an diesem Festival, da hier der Austausch von Ideen im Vordergrund steht.
Drei Tage lang gibt es Raum für eure Filme, Installationen, Theater, Hörspiele, Musik, Performances, Vorträge und was sich sonst im Rahmen [...]